Berühmte Pokerspieler

Phil Ivey wurde am 01.Februar 1976 in Riverside, Kalifornien geboren und gehört heute zu den profesionellen Pokerspielern. Aufgewachsen in New Jersey feilte er schon früh an seinen Fähigkeiten im Poker bei Spielen gegen seine Kollegen bei einer Telemarketing Firma. Aus dem hervorragenden Verkäufer wurde ein talentierter Kartenspieler. Um als Teenager im Atlantic City spielen zu können, benutzte er einen gefälschten Ausweis, dem er heute seinen Spitznamen “No Home Jerome” zu verdanken hat. Phil Ivey gehört zu den durchaus erfolgreichen Turnierspielern, obwohl er sich heute mehr auf Cash Games als auf Poker-Turniere konzentriert. Bei der World Series Of Poker 2002 gewann er drei Titel und zog mit Phil Hellmuth und Ted Forrest in die Kategorie der meisten Siege in einem Jahr. Beim Pot Limit Omaha und bei der World Series of Poker 2000 und 2005 gewann er Bracelets. Sein sechstes und siebtes Bracelet sicherte er sich bei der World Series of Poker 2009, als er sich im Event 8, Deuce to Seven Single Draw und beim Event 25, Omaha/Seven Card Stud HL/8 or Better durchsetzen konnte. Phil Ivey steht bei Full Tillt Poker unter Vertrag und mit seinen 34 Jahren wird er als Tiger Woods der Poker Welt angesehn. Heute übersteigen seine Pokergewinne die $9 Millionen Dollar.

Doyle “Texas Dolly” Brunson ist ein professioneller Pokerspieler der seit mehr als 50 Jahren professionell Karten spielt. Er ist zweifacher Pokerweltmeister und der Autor verschiedener Pokerbücher. Doyle Brunson war der erste Spieler, der durch offizielle Pokerturniere mehr als eine Million US-Dollar einnahm. In seiner bisherigen Karriere gewann er zehn Wettbewerbe der World Series of Poker und war zwei mal in Folge Sieger des Main Events. In jungen Jahren trat er dem All State Texas Basketball-Team bei. Seine Karriere als profesioneller Basketball Spieler wurde allerdings durch eine schwere Knieverletztung verhindert. Er konzentrierte sich immer stärker auf sein zweites Hobby – das Pokerspiel. Das hatte zur Folge, dass seine Pokerverdienste für den Lebensunterhalt reichten. Bereits 1976 konnte er das Main Event der World Series of Poker gewinnen und krönte sich damit zum Pokerweltmeister. Für diesen Erfolg erhielt Brunson $ 220.000 . Ein Jahr später konnte er diesen Titel verteidigen und gewann noch zwei weitere Einzelturniere. 1978 und 1979 konnte er noch zwei weitere Nebenturniere bei der World Series für sich entscheiden. Brunsons Spitzname „Texas Dolly“ entstand dadurch, dass der US-amerikanische Sportkommentator Jimmy Snyder Brunsons Namen falsch vorlas. Snyder sollte Brunson als „Texas Doyle“ bezeichnen, diktierte Brunsons Vornamen aber fälschlicherweise als Dolly. Der Name blieb bis heute haften. Nach Brunson sind zwei Starthände bei Texas Hold’em bezeichnet. Die erste Hand, eine Zehn und eine Zwei, trägt seinen Namen, weil er damit in zwei aufeinanderfolgenden Jahren das Hauptturnier der World Series of Poker gewinnen konnte. In beiden Fällen wurden die Karten zu einem Full House.

Chris “Jesus” Ferguson wurde am 11. April 1963 in Los Angeles geboren und gehört zu den professionellsten Pokerspielern. 1999 machte Ferguson seinen Doktortitel im Bereich Informatik mit dem Schwerpunkt künstliche Intelligenz. Sein Doktorvater was Leonard Kleinrock. Seine Eltern haben ebenfalls einen Doktortitel in Mathematik. Bereits mit 10 Jahren spielte Ferguson Poker. Seine Fertigkeiten schliff er durch IRC Poker, wo er in Chatrooms um Geld spielte, im College aus. Die ersten Pokerturniere besuchte er 1994 und nahm 1995 zum ersten Mal an der World Series of Poker teil. Im Hauptturiner der World Series of Poker 2000 besiegte Ferguson T.J. Cloutier und gewann somit das Preisgeld in Höhe von 1.500.000 US Dollar. Er ist einer von zwei Spielern, die mehrere Titel bei den World Series of Poker Circuit-Turnieren gewonnen haben. Er siegte in Las Vegas und in San Diego und gewann zusammen mehr als eine Million USDollar. 2008 gelang es ihm sich im Finale bei dem National Heads-UP Poker Championship gegen Andy Bloch durchzusetzten und somit gewann er 500.000 US Dollar. Duch sein Markenzeichen – lange braune Haare und Bart – erhielt Ferguson seinen Spitznamen “Jesus”. Im Fernsehn wurde er duch seine Fähigkeiten bekannt, eine Spielkarte so schnell werfen zu können, dass sie eine Banane durchschneidet. Chris Ferguson nahm im April 2006 die Herausvorderung an, aus 0,00 Dollar einen Betrag von 10.000 Dollar zu gewinnen. Er startete mit Freeroll Turniern und benötigte 7 Monate um auf 6,5 Dollar zu kommen. Er erreichte nach 9 Monaten erfolgreich die 10.000 Dollar Marke. Den gewonnen Betrag spendete er and Save the Children. Mehr als $ 7.300.000 gewann er bisher in Pokerturnieren. Seine Spielweise wird als äußerst tight angesehen und da seine Entschiedungen beim Poker früher ausschließlich auf der Mathematik basierten, wird er oft auch als “math guy” bezeichnte. "If you think the math isn't important, you don't know the right math."

Gustav Hansen, der in der Pokerszene gerne einfach „Gus“ genannt wird, ist schon seit 1997 ein professioneller Pokerspieler und ist inzwischen einer der berühmtesten Namen auf den Startlisten der großen Turniere. Geboren wurde der Däne in Kopenhagen am 13.02.1974. Aufgrund seiner Nationalität ist er auch als „the great Dane“, derzeit lebt er aber in Monaco. Seine Leidenschaft für das Pokerspiel nahm Hansen auf, als er als Kind zum ersten Mal mit Sportfreunden die Karten in die Hand nahm. Aber auch Tennis und Backgammon konnte er einige Erfolge erzielen. Besonders letzteres wollte er ausgiebiger spielen, als es ihn im Jahr 2000 nach New York zog. Letztendlich erkannte er aber, dass sein Herz doch für das Pokerspiel schlägt und seitdem entwickelte er einen aggressiven und unberechenbaren Spielstil, der schon so manchen Gegner in die Knie zwang.

Zu den großen Erfolgen von Gustav Hansen zählen vor allem seine Auftritte bei der World Poker Tour. Bereits in drei Turniere dieser Reihe konnte sich der Däne den Titel erzocken – damit hält er den aktuellen Rekord und wurde dafür 2004 in dem World Poker Tour Walk of Fame verewigt. Eine satte Millionen Dollar konnte Hansen sich mit dem Titel des ersten Poker Superstars-Turnier einheimsen und auch bei den European Poker Masters konnte er glänzen, wo er 2006 das London All Star Challenge für sich entschied. Bei der World Series of Poker und der European Poker Tour erzielte Hansen zwar solider Ergebnisse, aber bei diesen Turnieren lassen die ganz großen Siege noch auf sich warten.

Ein anderer erwähnenswerter Sieg, den Gustav Hansen sich im Laufe der Zeit erringen konnte, hat tatsächlich gar nichts mit Poker zu tun: von dem People Magazin wurde er zu einem der 50 Sexiest Men Alive gekürt. Sicher ein Titel, den der Däne gerne sein Eigen nennt.

Phillip J. Hellmuth Wenn ein Pokerspieler anhand der Anzahl seiner gewonnen Bracelets gemessen wird, dann ist Phil Hellmuth wohl ganz vorne. Mit elf Stück der begehrten goldenen Armbänder hält der US-Amerikaner nämlich die größte Sammlung dieser Trophäen. Seinen ersten Sieg schaffte er dabei schon 1989 im Alter von 24 Jahren. Heute ist Hellmuth ein großer Name in der Pokerszene. Dabei hätte es auch ganz anders kommen können, denn sein Weg führte ihn in der Jugend zunächst an die University of Wisconsin. In dem Bundesstaat der USA war er geboren und aufgewachsen und studierte immerhin drei Jahre an jener Universität. Zu diesem Zeitpunkt verbrachte er aber auch schon viel Zeit an den Kartentischen und verließ schließlich die Universität, um sich ganz und gar dem Kartenspiel zu widmen. Bald darauf kam es schon zu dem großen Sieg bei der No Limit Hold’em World Championchip, wo er für den Sieg 755 tausend Dollar einkassierte – noch immer sein höchster Gewinn in einem Live-Turnier. Bis heute konnte Hellmuth sich allein durch Turniergewinne über 10 Millionen US-Dollar Preisgeld sichern. Als guter und erfahrener Spieler hat es Phil Hellmuth weit gebracht; sogar bis in die Poker Hall of Fame, in die er im Jahr 2007 gewählt wurde. Weshalb Hellmuth aber dennoch immer wieder für Aufsehen sorgt, ist sein schlechter Umgang mit Niederlagen. Dann kann er sich schnell im Ton vergreifen und brachte bereits Sprüche, die in das kollektive Gedächtnis der Pokerszene eingegangen sind. Das berühmteste Beispiel darunter ist wohl: „Wenn Glück keine Rolle spielen würde, würde ich vermutlich immer gewinnen." Andere berühmte Momente seiner Karriere an den Pokertischen drehten sich auch um verrückte Wetten, in deren folge er sich beispielsweise den Kopf rasierte. Heute lebt Hellmuth in Palo Alto im sonnigen Kalifornien. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Bei großen Poker Events sieht man trotz häufiger Ankündigungen, aus dem Poker-Spiel auszusteigen, doch immer wieder. Schließlich hat er noch eine Wette mit Daniel Negreanu über eine Million Dollar laufen, dass Hellmuth noch ein Seven Card Stud Bracelet gewinnt.