Wynn Las Vegas von Deutschem verklagt

Das Wynn Las Vegas ist in diesen tagen in eine etwas prekäre Situation geraten, weil es einem deutschen Spieler zu viel Geld geliehen hat. Der spielfreudige Mensch, der insgesamt 1,3 Millionen Dollar Schulden bei dem US-Casino hat, ist nun vor Gericht gegangen um das Unternehmen wegen Vertragsbruch anzuklagen.

Das klingt zwar etwas aberwitzig, ist aber wirklich wahr. Der deutsche High Roller war in den letzten Monaten ein richtiger Stammgast des Wynn Las Vegas, hatte allerdings nicht das nötige Kleingeld zum zocken dabei. Darum nahm er bei dem Casino kräftig Kredite auf und unterschrieb dafür so genannte "Casino Marker".

Das sind juristisch gesicherte Schuldscheine, die im Falle der ausbleibenden Zurückzahlung vor dem Gericht rechtskräftig sind. Tatsächlich können werden diese "Casino Marker", wenn der Schuldner sie nicht bis zum ausgemachten Zeitpunkt zurückzahlen kann, vor dem Gericht wie ein nicht gedeckter Check gewertet.

Nun hat der deutsche Spieler es leider nicht geschafft, die Summe der "Casino Marker" zu decken - kein Wunder, sind doch 1,3 Millionen Dollar nicht gerade ein Pappenstiel. Nun wäre eigentlich der nächste Schritt gewesen, dass das Wynn Las Vegas vor Gericht geht. Soweit wollte es der spielfreudige Schuldner es aber nicht kommen lassen und ging selbst vor Gericht und verklagte seinerseits das Casino.

Als Begründung dafür heißt es in der Anklageschrift: "Wenn ein Strafverfahren gegen den Kläger eingeleitet wird, um die offen stehenden Schulden einzutreiben, erleidet der Kläger nicht wieder gut zumachende Schäden, bevor in dieser Sache überhaupt eine Entscheidung getroffen ist." Der Grund für die Klage gegen das Wynn Las Vegas ist dabei offiziell Vertragsbruch. So soll vor dem elfmaligen Anschreiben des Schuldners ein Kredit von maximal 250 tausend Dollar ausgemacht worden sein.

Dass das Casino dem Spieler über diese Summe hinaus weiterhin Geld lieh, könnte ihm nun teuer zu stehen kommen. Sollte das Casino dennoch Klage erheben - so steht es in der Anklageschrift - habe der Kläger das Recht die Forderungen des Wynn Las Vegas um 1,05 Millionen Dollar herabzusetzen. Ein Beispiel, das hoffentlich keine Schulden machen wird.

geschrieben am 30.09.2011 von Kristina Pechstein


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