WSOP Main Event in vollem Gange

Das Main Event der World Series of Poker ist bekanntlich die Königsdisziplin der ganzen Turnierreihe und wer sich hier behaupten kann, gehört nicht nur zu den besten sondern auch zu den glücklichsten Spieler der internationalen Szene.

Denn die Konkurrenz ist groß und namenhaft: 6865 Spieler meldeten sich an den insgesamt vier Starttagen - Tag 1A bis 1D - zum Main Event an. Das ist eine gute Zahl und sollte die Veranstalter - die zwischenzeitlich schon um magere Teilnehmerzahlen bangen mussten - sehr zufrieden stellen. Dabei konnte man unter den zahlreichen Startern auch viele der großen Stars finden.

Inzwischen hat sich das Feld des Main Events schon wieder deutlich ausgedünnt und von den knapp 7 tausend Spielern sind nun nur noch 1864 an den Tischen. Immernoch eine große Zahl die allein für ein Turnier für sich reichen würde. Aber unter ihnen sind immerhin noch etwa 74 deutsche Spieler, die noch die Chance haben, Deutschland in diesem Jahr einen begehrten Titel zu verschaffen (wenn es mit der Frauenfußball-WM schon gescheitert ist). Die besten unter den Deutschen sind dabei Wilfried Härig und Sebastian Ruthenberg, die mit 360 tausend bzw. 290 tausend Chips im Mittelfeld spielen. Chipleader ist aktuell Ben Lamb, der mit 551,6 tausend Chips das Feld anführt.

Eine der witzigsten Geschichten des Main Events bisher lieferte Phil Hellmuth, dessen Stack am Starttag auf magere 12 tausend Chips schrumpfte. Dennoch ließ er am zweiten Turniertag mit seinem Erscheinen auf sich warten und sein Stack bröckelte so langsam vor sich hin. Nach einer Stunde wurde Matusow auf das Fehlen von Hellmuth aufmerksam und versuchte ihn per Telefon zu erreichen - ohne Erfolg.

Schließlich wurde sogar der Sicherheitsdienst in Hellmuths Hotelzimmer geschickt, wo man ihn friedlich schlafend fand. Der 11-fache Bracelet Preisträger hatte sich doch tatsächlich im tag vertan und seine Turnierteilnahme verpennt. Mit arger Verspätung hetzte Hellmuth so zu seinem nun noch magereren Stack von nunmehr 6 tausend Chips. Das amüsanteste an der ganzen Geschichte; am Ende des Tages hatte er immerhin wieder 50 tausend Chips angehäuft.

geschrieben am 15.07.2011 von Karl Lohmann


2012-05       2012-4       2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       2011-11       
2011-10       2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       2011-5       2011-4       
2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       2010-11       2010-10       2010-9       
2010-8       2010-7       2010-6       2010-5       2010-4       2010-3       2010-2       
2010-1       2009-12       2009-11       2009-10