Virtuelles Geld und Online Poker

Es ist eine bekannte Utopie, dass man im Internet doch eine elektronische Währung etablieren müsste, die als virtuelles Geld unabhängig von Ländern und Banken ihren Wert behält. Das ist wohl genau die Utopie, die man mit dem Projekt Bitcoins in die Wirklichkeit umsetzen möchte.

Denn Bitcoins sind genau das; elektronisches Geld, dass in der Theorie als Zahlungsmittel eingesetzt werden kann. Da bietet es sich natürlich an, nicht nur damit einkaufen zu gehen, sondern die virtuelle Währung auch für Online Glücksspiel wie Poker einzusetzen. Diese Idee griff nun der Anbieter Switchpoker auf und wird damit zum ersten Portal für Online Poker, das Bitcoins neben anderen Zahlungsmethoden akzeptiert.

Der Sprecher der Seite, mit Namen Conor McCarthy, äußerte sich wie folgt über Bitcoins: "Der Vorteil von Bitcoins ist, dass sie die Fähigkeit haben, alle Probleme und Barrieren, die im Zusammenhang mit der Einzahlung auftreten, vollständig zu eliminieren. Jeder kann völlig anonym gegen andere Personen im Internet um Geld spielen. Die Spieler können uns ohne Hilfe von Dritten Geldbeträge zukommen lassen." Während das anonyme Zahlen im Internet hier als der große Vorteil der virtuellen Währung dargestellt wird, sehen viele andere Parteien das als eine der großen Gefahren dieses Projektes.

Unter diesen Parteien finden sich einflussreiche Lobbys, die CIA und sogar Regierungen wie USA und China. Denn sie kritisieren das kriminelle Potential, dass hinter einer virtuellen Währung stecken könnte. Und tatsächlich, den Bitcoins eilt ein ausgesprochen schlechter Ruf voraus und gilt als häufig benutzte Währung für zwielichtige Geschäfte und Geldwäsche.

Es liegt also auf der Hand, das ein Bereich wie Online Poker nicht gerade davon profitieren würde, wenn eine solche Währung darin integriert würde. Bereits problematische Geschäftsabwicklungen mit echtem Geld haben in der USA zum Black Friday of Poker geführt. Dadurch hat der Ruf der Branche schwer gelitten. Daher werden wohl die meisten und die namenhaften Anbieter der Branche die Finger von den Bitcoins lassen.

geschrieben am 28.11.2011 von Karl Lohmann


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