Verdächtiger Pokerräuber packt aus

Bei der European Poker Tour 2011 kam es in Berlin zu einem unschönen Zwischenfall. Die Gelder des Pokerturniers wurden gestohlen, so dass insgesamt eine Summe in Höhe von etwa 242.000 abhanden gekommen ist.

Die Verdächtigen sitzen bereits seit dem letzten Jahr in Haft. Einer der mutmaßlichen Täter legte nun, im Zuge der derzeitig stattfinden Verhandlungen, ein ausführliches Geständnis ab. Er sei laut eigener Aussage zu Unrecht bestraft worden, da er mit dem Raub an sich nichts zu tun habe.

Bisher hatte der Hauptbelastungszeuge Mohammed Abou-C. über den Tathergang geschwiegen, jedoch packte er nun vor wenigen Tagen die ganze Geschichte aus. Seine Aussage trifft vor allem seinen langjährigen Freund Ibrahim El-M., der laut der Aussage seines Freundes der Drahtzieher der Geschichte war.

Der Geschichte von Mohammed Abou-C. zu Folge war er als Teilnehmer für die EPT in Berlin eingeschrieben und bemerkte bei der Veranstaltung, dass die Gelder kaum geschützt aus dem Gebäude transportiert wurden. Diese Beobachtung verriet er auch seinen Freunden eines Abends in einer Bar, wo sie überlegten, dass das Geld dem Kurier unter den Bedingungen ganz einfach zu entwenden sei.

Mehr als diese fiktive Planung und dem Gedanklichen Raub sei nicht vorgefallen, jedoch stellte sich im Nachhinein heraus, dass der langjährige Freund "Ibo" mitgehört haben solle, so die Aussage von Abou-C.

So soll nach dieser Aussage der Mitangeklagte Ibrahim El-M. der Drahtzieher gewesen sein, der Mohammed Abou-C. unter Druck gesetzt haben soll, dass dieser ihm und seinen vier organisierten Helfern ein Zeichen geben müsse, wann diese dem Kurier am besten ausrauben könnten.

Er habe laut seiner eigenen Aussage versucht, den Tätern deutlich zu machen, dass es an dem Tag keine Gelder mehr zu holen gäbe, aber die Diebe konnten am Ende trotz alledem insgesamt 242.000 Euro erbeuten, über deren Verbleib der Angeklagte nichts sagen konnte, da er sich selber ja für unschuldig in Haft sitzend sehe.

Während der letzten Verhandlungen stellte der Verdächtige Mohammed sich als Opfer dar und beteuerte seine Unschuld. Die Hauptschuld wies er seinem langjährigen Freund Ibrahim zu, der ihn während der Verhandlung aufforderte die Wahrheit zu erzählen.

Wie der Fall weiter verläuft und was Ibrahim El-M. zu den Anschuldigungen seines Freundes eventuell noch zu sagen hat, bleibt mit den nächsten Verhandlungstagen noch abzuwarten.

geschrieben am 25.08.2011 von Karl Lohmann


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