UIGEA um 6 Monate ausgesetzt
Das U.S. Department of the Treasury und das Federal Reserve gab am Freitag bekannt, dass die gesetzlich vorgesehen Implementierung des Unlawful Internet Gambling Enforcemnet Act (UIGEA) vom 1.Dezember 2009 um sechs Monate auf den 1. Juni 2010 verschoben wird.
Endgültig sollen die gesetzlichen Regelungen den Banken untersagen, Transaktionen, die Online Gambling betreffen, durchzuführen. Die Gambling-Lobby in den USA jubelt und sieht dies als ersten Schritt hin zu einer Legalisierung und vernünftigen Reglementierung des Marktes.
Die Poker Players Alliance (PPA) ließ verlauten, dass sie "zukünftig mit dem Gesetzgeber zusammenarbeiten wird und so für eine Gesetzgebung sorgen wird, die die Kunden schützt und das großartige Spiel Poker."
Den Lobbysten gibt der Auschub der gesetlichen Zementierung des UIGEA ein Zeitfenster von unschätzbarem Wert. Die Interessenvertreter hätten es ungleich schwerer gehabt etwas dagegen zu unternhemen, wenn der UIGEA am Dienstag gesetzlich festgeschireben worden wäre. Seit langem wirbt allen voran der Kongressabgeordnete Barney Frank für eine Legalisierung von online Poker. Ausdrücklich begrüßt er die Aussetzung der noch von der Bush Regierung in einer Nacht und Nebelaktion beschlossenen Regelung. In dem Aufschub sieh er "eine Chance, in aller Ruhe eine Gesetzgebung auszuarbeiten, die diesen Exzess der Bush-Regierung rückgängig macht."
Der Wind für Online Poker hat sich in der Tat seit Obama augenscheinlich gedreht. Natürlich stehen auch die finanziellen Interessen des Staates hinter der gewünschten Legalisierung und Regulierung, denn der Staat erhofft sich dadurch dringend benötigte Steuergelder.
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