Super Highroller - immer höher und immer teurer

Die internationale Pokerszene hat sich inzwischen zu einer echten Industrie gemausert in der sich die großen Turniere aneinander drängen und dabei unglaubliche Summen an finanziellen Mitteln bewegen.

Was innerhalb die Szene für einen gesunden Wettbewerb sorgt scheint aber für die Anbieter an Turnierreihen mehr und mehr als eine Art Wettrüsten begriffen zu werden. In der großen Zahl an verschiedensten nationalen und internationalen Turnierformaten will man schließlich mit seinem eigenen Format herausstechen und deshalb sucht man zunehmend nach Möglichkeiten, seiner eigenen Turnierreihe etwas Besonderes zu geben.

Aktuell scheint der Trend dahin zu gehen, dass man versucht sich gegenseitig in die Highroller Events zu übertreffen und inzwischen ragen die Buy Ins für die so genannten Super Highrollern in atemberaubenden Höhen. Einen Meilenstein in diesem Höhenflug setzte vor kurzem Full Tilt, als sie im Rahmen des Onyx Cups ein Super Highroller Event ankündigten, dass den Teilnehmern stattliche 100 tausend Dollar kosten sollte. Das ist eine Summe, die für so manches Event als Pot für den ersten Platz ausreichen würde.

Die Einzigartigkeit eines so großen Highrollers ist dem Onyx Cup nun aber schon wieder genommen, wenn die World Poker Tour bekommt nun auch ihren eigenen Super Highroller, der auch schlappe 100 tausend Dollar kosten soll und im Mai ausgetragen wird. Genauer gesagt am 18. und 19. Mai soll das Mega Event über die Bühne gehen.

Dazu gibt es auch ein Satellite Turnier, das mit einem Buy In von 1000 Euro aber auch nur dann Preiswert wirkt, wenn man den Buy In für den Highroller im vergleich vor Augen hat. Wenn man sich nun fragt, wer denn diese Preise noch bezahlen soll, dann gibt es sogar schon eine ganz konkrete Antwort: Erik Seidel, Justin Smith und Dan Shak sind auf jeden Fall schon mal mit von der Partie. Hinzu kommen 27 bis 57 weitere Spieler.

So könnte also die Zukunft der Live Pokerszene aussehen. Die größten Events werden durch ihre enormen Buy Ins zu einem Spielplatz für wenige Pokerspieler. Zum Glück gibt es noch allerhand andere Events, bei denen die Buy Ins deutlich erschwinglicher sind. Man muss dann eben nur auf ein gewisses Prestige verzichten.

geschrieben am 11.04.2011 von Stefan Endres


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