Soraya Homam ist gestorben
In diesem Monat musste die Pokerszene schon eine traurige Nachricht lesen, als Thuy Doan ihrem jahrelangen Krebsleiden erlag. Nun macht die ebenso traurige Nachricht die Runde, das Soraya Homam gestorben ist.
Die gebürtige Saarländerin galt lange als die wohl bekannteste deutsche Pokerspielerin. Am 11 Dezember 1961 geboren wuchs sie auf im Westerwald und verfolgte dort auch ihre Ausbildung zur Geburtshelferin. Erst in den Achtzigern kam Soraya zum Pokerspiel und entwickelte dort schnell ein herausragendes Talent.
Lange hatte sie auch mit Begeisterung Schach gespielt und übertrug strategisches Denken schnell auf das Kartenspiel. Bald war sie die einzige deutsche Spielerin, deren Name innerhalb der Pokerszene bekannt war.
Der erste große Erfolg ließ dennoch etwas auf sich warten und im Jahr 2000 gelang ihr endlich so etwas wie ein Durchbruch. Bei der European Holdem Championships spielte sie Pot Limit Holdem und gewann. Als Siegesprämie gab es damals etwas über 51 tausend DM. 2007 schaffte sie es bis auf den dritten Platz bei der German Open und gewann 20 tausend Pfund. Ihr letzter großer Sieg war im Jahr 2008 bei der Womens World Open II. Dort ließ sie alle Konkurrenz hinter sich und holte sich in London den Titel und 50 tausend Dollar Siegesprämie.
Danach wurde es leider ruhig um die talentierte Spielerin - zumindest was das Pokern selbst anging. Man las Kolumnen von ihr im Netz, mit denen sie sich nicht immer nur Freunde machte. Sie spielte auch noch privat im Casino Wiesbaden, war aber sonst nur noch wenig aktiv innerhalb der Szene.
Die Umstände ihres Todes sind nicht bekannt. Ihre Fans und die Beobachter der Pokerszene sind aber traurig darüber, dass sie auf diese Weise wieder von Soraya Homam hören mussten.
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