Schweiz kämpft für legales Poker außerhalb der Casinos
Die Nachfrage für erlaubtes Pokerspiel, welches nicht nur in Casinos abgehalten werden kann, hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung.
Man möchte ein kontrolliertes Spiel haben und keine risikoreichen Spiele wie Spielautomaten, Roulette und Black Jack. Ein professioneller Spieler von Poker ist nicht unbedingt als Glücksspieler zu bezeichnen. Er kann den Spieleinsatz, der von den Karten abhängig ist, vor Beginn der Partie festlegen, dies unterscheidet sich von den "Glücksspielen", die eher im Casino anzusiedeln sind.
Beim Poker erspielt man sich die Summe am Spieltisch und wenn die Konkurrenz infolge der Glücksspiele pleite geht, trifft dies auf eine ernsthafte Pokerstätte nicht zu. Die Fachleute in Sachen Spielsucht sagen, dass zahlreiche Menschen ernsthafte Pokerstätten befürworten und zwar ohne Glücksspiel.
Doch davon kann man nur profitieren, denn das Poker stellt für die betreffenden Einrichtungen keine Gefahr dar, denn der Gast tritt gegen andere Gäste an. Sie müssen nur das Spiel veranstalten und den Hausanteil einnehmen. Zahlreiche Anbieter sehen sich aktuell einer anderen Situation gegenüber.
Eine Spielstätte, die nicht nur Poker anbietet, sondern noch Automaten bereithält, kann einen größeren Umsatz verbuchen. Für sie ist dieser Gewinn sehr wichtig, da sie zudem noch die Automatenfans anspricht, die mit Poker nichts am Hut haben. Doch auch Pokerspieler, die ein problematisches Spielverhalten aufweisen, nutzen diese Geräte.
Den technischen Neuerungen und dem World Wide Web ist es auch geschuldet, dass diese Automaten immer leichter unterhalten werden können. Diese sind im Prinzip nur PCs, die über das Betriebssystem Windows und einen großen Bildschirm verfügen, der sich in einem Kasten befindet.
Diese Apparatur soll keinen allzu technischen Touch haben, denn sonst wechseln die Gäste ins Netz zu den Online Casinos. Einfache Geräte, die in unrechtmäßigen Einrichtungen stehen, lassen den Nutzer nicht merken, dass er sich bereits im Netz befindet.
Man lässt sein Geld in der Einrichtung da und es gibt Bonusse und eine immer mal wieder vorkommende Auszahlung findet immer am selben Platz statt.
Anbieter aus dem Osten Europas haben oft Gruppenstrukturen vorzuweisen, die denen der Mafia ähneln. Das Geld holt man sich regelmäßigen Abständen und selbst. Bei den Geräten, die eine unmittelbare Zahlung vorweisen können, wie in Casinos, munkelt man, dass solche Gruppen involviert sind und eine Kooperation mit einem Produzenten stattfindet.
Ein solches Vorkommnis wurde in der Nähe von Zürich im Grand Casino Baden entdeckt. Das festgenommene osteuropäische Pärchen verwendete eine geheime Tastenkombination um eine satte Zahlung zu erhalten. Die geheimen Gewinne sind nichts Anderes als die Eintreibung von Schutzgeld beim Hersteller des Automaten und beeinflussen auch die gesetzlich vorgegebene Zahlungsrate von 90 Prozent.
Der Leidtragende ist dann stets der nichtsahnende Spieler am Automaten. Die "Eidgenössische Spielbankenkommission" kümmert sich darum, dass eine Sicherheit gegen solche Vorgehensweisen besteht. Doch angesichts der steigenden Betrügereien im technischen Bereich ist sie recht machtlos.
Logisch wäre jedoch, dass der "Schweizer Casinoverband" dahingehend helfend unter die Arme greift und sich diesem Kampf anschließt. Doch der Arbeitsaufwand in Bezug auf den Kampf gegen das organisierte Verbrechen ist recht hoch.
Gegen die Gegenvorlage der Volksinitiative namens "Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohl" kann man aber mit dem Aufwenden stattlicher Mittel vorgehen. Für dieses Vorgehen konnte man binnen eines kurzen Zeitraums 170.000 Unterschriften einholen. Hier sollen erneut Pokerwettkämpfe bis maximal 80 Euro gestattet werden, die nicht in Spielstätten abgehalten werden.
Die Spielbanken, die über eine Zulassung verfügen, können Wettkämpfe mit dieser Summe nur als ein Mittel sehen, um die Spieler in ihre Einrichtungen zu ziehen. Die Idee eines rechtmäßigen Pokerspiels, das nicht nur im Casino stattfindet, will man in der Schweiz nicht begraben.
Man unternimmt zahlreiche Anstrengungen, was die erneute Erlaubnis angeht. Doch man macht mit einer Konkurrenz Bekanntschaft, die eine Menge Geld, Macht und Ideale der Mafia vorweist. Es wäre sinnvoller, etwas gegen die unrechtmäßigen Organisationen in Sachen Glücksspiel zu unternehmen als die Turniere mithilfe der Polizei zu beenden, bei denen es Sachpreise zu holen gibt.
Dieser, beispielsweise ein iPod, das 50 Euro kostet, wird dann konfisziert.
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