Russischer Spieler liefert beispielhaften Absturz

Wenn man beginnt Poker zu Spielen - ganz besonders im Internet - gibt es viele Grundlagen die man beherzigen sollte. Die meisten davon beschäftigen sich natürlich mit Pokerstrategie, aber ganz zentral ist auch eine gesunde Einstellung zum eigenen Bankroll.

Man muss wissen, wann man wie viel Geld spielen sollte. Und man sollte wissen, wann man aufhören sollte zu Spielen, weil die Verluste zu groß werden. Das mag man manchmal vergessen, wenn man die gigantischen Verluste der Poker-Pros bei ihren Down-Swings sieht, aber beim eigenen Kontostand sollte man schon darauf achten.

Ein beispielhaftes Misslingen dieser Strategie des gesunden Menschenverstandes hat der russische Spieler "I7 AXA" in den letzten Tagen präsentiert. Sein Fall wird auch derzeit in den einschlägigen Poker-Foren heiß diskutiert und teils mit mitleidigen, teils mit herablassenden Kommentaren bedacht.

Dabei war der Spieler eigentlich völlig unbekannt bis vor ein paar Tagen. Da machte er nämlich bei der Sunday Million bei einem bekannten Online Portal den zweiten Platz und gewann mal eben 148 tausend Dollar. Ein ordentlicher Sieg, mit dem man sich schon einen schönen Urlaub oder ähnliches erholsames gönnen könnte.

Stattdessen investierte "I7 AXA" aber scheinbar nahezu die gesamte Summe wieder ins Online Poker und das war wohl alles andere als entspannend. Denn in den paar Tagen seit dem vergangenen Sonntag verzockte der russische Online Poker Spieler nahezu seinen gesamten Gewinn wieder.

Dieser imposante Absturz im Bankroll ist so verheerend, dass manche Beobachter sogar vermuteten, sein Account könnte gehackt worden sein. Wahrscheinlicher erscheint aber den meisten, dass "I7 AXA" einfach mit hohen Einsätzen schlecht spielte. Betrachtet man seine Gewinnspanne vor dem Sieg bei dem Turnier vergangenen Sonntag sieht diese nämlich auch nicht allzu rosig aus.

Seitdem er begonnen hat Poker im Internet zu zocken hat sich nämlich "I7 AXA" zielstrebig abwärts gearbeitet. Er repräsentiert also ein hervorragendes Beispiel für die Pokerszene, wie man es auf gar keinen Fall machen sollte.

geschrieben am 10.10.2011 von Karl Lohmann


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