Pokerspieler droht mit Mord gegen Anbieter
Online Poker kann ein sehr befriedigendes Erlebnis darstellen. Auch wenn es um kleinere Summen geht; eine Hand nach der andern geschickt durchzuspielen und am Ende mit einem ansehnlichen plus vom virtuellen Tisch zu gehen, das ist schon ein gute Gefühl.
Andersherum kann es aber auch ein unglaublich frustrierendes Erlebnis sein, wenn es dann mal nicht so richtig klappt. Da spielt man schon grundsolide, läuft aber in die Falle, wird beim bluffen erwischt oder schätzt schlicht seine Chancen falsch ein. So vieles kann schief gehen und dann ist man wütend; auf sich und die Welt.
So ging es wohl auch dem Briten Michael Gallagher, der bei einer ausgiebigen Session an einem virtuellen Pokertisch ordentlich Federn lassen musste. 30 tausend Dollar verlor der 35-jährige und war danach gehörig frustriert. Statt es aber als Lehrgeld abzuschreiben, wie es ein guter Online Spieler tun würde, wurde Michael Gallagher sauer. Sehr sauer sogar und das trug er direkt zu dem Online Anbieter, bei dem er spielte.
In einer feurigen Mail schrieb er dem nämlich, dass er ihm besser 50 tausend Dollar überweisen solle, weil er ansonsten zu ihnen kommen würde und "jedem das beschissene Hirn aus dem Kopf zu ballern, der sich ihm in den Weg stelle". Das ist heftiger Tobak und Gallagher machte noch weiter: "Glaubt mir, es wird eine Sternstunde für mich sein: 50000 Dollar auf meinem Account oder ihr seid alle tot, das könnt ihr mir glauben."
Man sollte dazu erwähnen, dass der frustrierte Onlinespieler zu diesem Zeitpunkt wohl recht betrunken war. Aber das kann wohl kaum als Entschuldigung geltend gemacht werden und um ganz sicher zu gehen, dass er ernst genommen wird schrieb der 35-Jährige noch: "Ich hoffe, Ihr nehmt mich ernst, denn ich schwöre bei Gott, dass ich es tun werde. Ich werde Rache üben. Ich habe dies seit sechs Monaten geplant und nur deswegen kann ich nachts schlafen."
Die Mitarbeiter des Anbieters nahmen ihn also tatsächlich ernst und sandten die Mail zur Polizei weiter. Da half auch nichts, dass sich Gallagher am nächsten Morgen gleich per Mail entschudligte; die Polizei fuhr bei ihm auf und nun muss er sich wegen Beleidigung verantworten. Die erhoben Anklage wegen Erpressung mit Mordandrohung wurde aber immerhin vom Richter fallengelassen.
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