Pokerspieler ergaunert 300 tausend Euro bei Freunden

Bei der Poker EM, die in baden ausgetragen wird, kam es zu einigen fragwürdigen Vorkommnissen, bei denen inzwischen sowohl die Polizei, als auch ein Team der Turnierveranstalter ermitteln.

Dies hat aber weniger direkt mit der Poker EM zu tun, als nur mit drei der Teilnehmern: ein Schweizer, ein österreicher und ein Deutsche Namens Maximilian A. Letzterer war mit dem österreicher und dem Schweizer befreundet, nutzte das Treffen in Baden aber angeblich um die beide auf hinterhältigste Weise um beinahe 300 tausend Euro zu betrügen.

Geschehen sein soll das, indem Maximilian A. auf den Rechnern seiner Freunde heimlich einen Trojaner installierte über den er deren Hole Cards ausspähen konnte. Das nutzte er, um die besagte Summe von den beiden Spielern zu ergaunern. Die beiden bekamen aber Wind davon und besuchten Maximilian A. schließlich auf seinem Hotelzimmer und brachten ihn nach einem persönlichen Gespräch zu Polizei.

Die Turnierleitung - namentlich vertreten durch Stefan Gollubits, seines Zeichens Poker-Manager der Casinos Austria - reagierte umgehend und schloss Maximilian A. von der Poker EM aus. Desweiteren gab Gollubits gegebüber der Presse bekannt: "Nach Rücksprache mit win2day Poker Manager Jürgen Smutek kann ich versichern, dass unsere Plattform und User nicht von diesen Vorgängen betroffen sind. Bei uns muss sich jeder Spielteilnehmer sehr umfangreich registrieren, das wirkt auf potenzielle Betrüger sicher auch abschreckend. Ein eigenes Team steht für Nachforschungen jeder Art zur Verfügung."

Allerdings ermittelt die Polizei in zwei Richtungen. Einerseits natürlich gegenüber dem mutmaßlichen Betrüger wegen schweren erwerbsmäßigen Betrugs. Allerdings hat dieser inzwischen seine Aussage widerrufen und im Gegenzug behauptet, die beiden Betrogenen hätten ihn auf dem Hotelzimmer zu einem Geständnis gezwungen.

Daher wird sich wohl die Polizei auch mit dem Schweizer und dem österreicher beschäftigen müssen und ermitteln, ob hier ein Fall von Nötigung und Freiheitsentzug vorliegt.

geschrieben am 04.11.2011 von Kristina Pechstein


2012-05       2012-4       2012-3       2012-2       2012-1       2011-12       2011-11       
2011-10       2011-9       2011-8       2011-7       2011-6       2011-5       2011-4       
2011-3       2011-2       2011-1       2010-12       2010-11       2010-10       2010-9       
2010-8       2010-7       2010-6       2010-5       2010-4       2010-3       2010-2       
2010-1       2009-12       2009-11       2009-10