PokerStars gleicht finanzielle Schäden durch Betrüger aus
Das Pokern im Internet ist trotz aller Sicherheitsmaßnahmen noch immer ein heißes Pflaster, wo allerhand Betrüger auf einen einfachen Weg hoffen, um andere um ihr Geld zu erleichtern.
Erst vor kurzem wurde im asiatischen Raum ein Ring von hackern hochgenommen, der mittels Hack-Angriffe auf InternetKaffees die Karten der Spieler ausspähten. Nun wurden 40 chinesische Spieler dabei ertappt, wie sie bei den Double or Nothing Turnieren von PokerStars gemeinsame Sache machten.
Angefangen im Sommer des vergangenen Jahres bis in den Februar von 2010 haben wurden auf diesem Wege insgesamt 750 tausend Dollar von den betrügern eingesackt. Dies geschah mittels Collusion bei Spielen zwischen 52 und 108 Dollar Buy-In. Sie spielten bei den Double or Nothing Turnieren so, dass sie mit mehreren der Betrüger an dem selben Tisch saßen und auf dese Weise viele von ihnen bis in die Geldränge drückten.
Die anderen Spieler, die nicht Teil dieser Verschwörung waren und dennoch an diesen tischen saßen, nahmen dadurch natürlich erheblichen finanziellen Schaden. Ihnen würde eigentlich die Aufdeckung dieser Machenschaften wenig nützen, wenn nicht PokerStars hier einlenken würde. Der Internet-Poker-Anbieter hat sich bereiterklärt die zu Schaden gekommenen Spieler finanziell zu entschädigen. E ist dabei von einer Summe von insgesamt 587 tausend Dollar die Rede. Ein gutes Zeichen also für die ansteigende Benutzerfreundlichkeit von Online-Poker-Anbietern.
Rausgekommen ist die ganze Sache um die chinesischen Betrüger übrigens durch eine besonders dreiste Geste der Täter. Da sich bei den Double or Nothing-Turnieren einige der Verschwörer zu offensichtlich zeigten, sperrte PokerStars ihre Accounts. Vermutlich hätte man die Sache nicht weiter verfolgt, aber unter dem Nicknamen Jane0123 versuchte ein Komplize der Betrüger im TwoPlusTwo-Forum die Sperre über seine Mittäter aufzuheben. So verriet sich schließlich der ganze Ring an Poker-Betrügern.
Finanziell bringt dieser Erfolg allerdings keinen großen Ausgleich. Aus den gesperrten und sichergestellten Accounts war der größte Teil der Beute schon ausgeräumt. Lediglich 85 Tausend Dollar konnten auf diesem Wege noch gerettet werden.
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