Phil Ivey gegen Full Tilt - die Fronten verhärten sich
In dieser Woche konnte man immer mehr Informationen zu einem der großen Themen der internationalen Pokerszene sammeln: die Klage von Phil Ivey gegen Full Tilt. Das der derzeit erfolgreichste Pokerprofi seinen eigenen Arbeitgeber verklagt hat eingeschlagen wie eine Bombe. Darunter verblasste sogar, das der Superstar nicht bei der aktuellen World Series of Poker antreten wolle. Inzwischen haben sich die Fronten in dieser Angelegenheit merklich verhärtet.
In einem Presseschreiben von Tiltware wurden die Entscheidungen und das Auftreten von Phil Ivey als "scheinheilig" bezeichnet. Ein etwas fragwürdiger Schritt in einer solchen Lage, wofür es auch kräftig Kritik hagelte. Aber auf der anderen Seite stehen auch die Beobachter, die auch das Kalkül hinter Iveys sehr medienwirksamen Entscheidung stecken, seinen Arbeitgeber zu verklagen. Wie Andrew Robl es ausdrückte, wolle der Pokerprofi auch nur seinen "eigenen Arsch" retten.
Aber Ivey hat viele der internationalen Pokerpros wegen gerade dieser Entscheidung bereits hinter sich und bekam in der vergangenen Woche dafür auch viele verbale Schulterklopfer. Zuletzt war es Barry Greenstein, der dem Poker Profi den Rücken in dieser Angelegenheit stärkte.
Zu einem der heißesten neuen Details in Bezug auf die Klage gegen Full Tilt gehört die Identität des Anwalts, der für Ivey die 150 Millionen Dollar einklagen soll, die er durch Wirtschafts- und Imageschaden verloren haben soll. David Z. Chesnoff ist der Name des Mannes, der den Popkerprofi vertreten wird und er gehört zu den großen Anwälten der Stars.
Zu seinen bisherigen Klienten gehörten bisher Figuren wie Paris Hilton oder Lindsey Lohan, aber ach David Copperfield und Leonardo DiCaprio. Auch mit Pokerprofis konnte Chesnoff bereits Erfahrung sammeln, denn Doyle Brunson und Mike Matusow nahmen ebenfalls bereits seine Dienste in Anspruch. Der 56 Jahre alte Anwalt ist dafür bekannt, auch in schweren bis aussichtslosen Fällen grandiose Ergebnisse zu erzielen. Full Tilt wird also ebenfalls harte Geschütze auffahren müssen.
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