Online Poker in den USA bald gesetzlich geregelt?

Vor Kurzem legte ein amerikanischer Senator seinen Gesetzesvorschlag in Bezug auf die Regulierung von Online Poker dem Komitee vor, das sich um "House Energy and Commerce" kümmert.

Dies ist ein Anfang für die Pokerspieler in den Vereinigten Staaten. Elf Amtskollegen und die "Poker Players Alliance" gaben ihm Rückendeckung. Aber die Gegner lassen nicht lange auf sich warten, die "American Gaming Association" arbeitet an einem individuellen Gesetz, das bis zum Herbst vorgelegt werden soll.

Dieses entsteht in Zusammenarbeit mit Senator Rockefeller, der den Demokraten in West Virginia angehört. Diese Institution ist ein Interessenverband im Bereich der Wirtschaft von Glücksspiel, die ihren Sitz in der Hauptstadt der USA hat und sich seit 16 Jahren mit Lobbyarbeit befasst.

Gerade hier liegt der Hund begraben, da bei der Erarbeitung des Entwurfs die Casino-Unternehmen im Land selbst Vorzüge erhalten. Der Entwurf sieht eine Regulierung des Marktes und eine Aussperrung der nichtamerikanischen Unternehmen vor, die für die ersten 24 Monate erfolgen soll.

So wäre es den Betreibern wie "PokerStars" und "FullTilt" erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, den Markt erneut zu betreten. Dies kann auch schon früher der Fall sein, wenn sie mit einem Casino zusammenarbeiten würden, dies wollten beide Betreiber vor den Ereignissen des "Black Friday" tun.

Das Gesetz "Barton Bill" sieht sich einer ähnlichen Einschränkung gegenüber. Der Entwurf der Glücksspielinstitution, der auch "Rockefeller Internet Poker Bill" genannt wird, begünstigt besonders die Bundesstaaten Nevada und New Jersey, die bereits viel mit Glücksspiel zu tun haben.

Die Bundesstaaten aber, die die Spieler stellen, erhalten weniger Vergünstigungen. Der Entwurf enthält zudem die Klausel, dass jeder Staat im Land das Online Poker Spiel untersagen kann. So ist dieser Entwurf fast dem "Barton Bill" gleichzusetzen.

Im Senat rotieren momentan ein paar Gesetzesvorlagen in Bezug auf die Staatsschulden. Hier möchte der Verband ansetzen und der Geschäftsführer des Verbands lockt mit satten Summen, die in den Milliarden anzusiedeln sind.

Gerüchten zufolge, soll sich dieser Entwurf an ein weiteres Gesetz anklinken, so dass er rascher vom Senat abgesegnet wird. Diese Vorgehensweise kommt Vielen merkwürdig vor, aber sie ist im amerikanischen Senat an der Tagesordnung.

Hier kann der "Unlawful Internet Gambling Act" vor fünf Jahren genannt werden, dieser wurde mit dem "Safe Port Act" vorgelegt. Letzterer behandelte die nationale Sicherheit beim Kampf gegen den Terrorismus.

So stieß diese Kombination auf große Resonanz. Der zuständige Senator setzte seinen Plan durch und nur zwei seiner Amtskollegen waren mit den Entwürfen nicht einverstanden.

Senator Rockefeller hätte die Möglichkeit, ähnlich vorzugehen. Anfang August findet in Washington eine Krisensitzung in Bezug auf die immer weiter wachsenden Schulden statt. Fachleute sind davon überzeugt, dass der Verband dieses Thema aufgreifen und Senatoren auf seine Seite ziehen wird.

Aber egal um welches Gesetz es sich hier handelt, die Glücksspieler in den Staaten können nur hoffen, dass sich in diesem Bereich rasch etwas bewegt.

Im kommenden Jahr finden nämlich die Präsidentschaftswahlen statt und dann wird dieses Thema nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

geschrieben am 20.07.2011 von Karl Lohmann


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