Neuer Skandal bei Ultimate Bet
Ultimate Bet hat bisher schon so manchen Skandal durchstehen müssen. Der schlimmste und berüchtigte war wohl der Superuserskandal aus dem Jahr 2008.
Damals wurde bekannt, das einige Spieler die Hole-Cards von Usern ausspähen konnten und so wurde eine unbestimmte Menge an Spielern ordentlich zur Kasse gebeten.
Ein Super-GAU für einen Online Poker Anbieter und ein schlag ins Gesicht für alle Spieler, die sich dieser Seite anvertraut haben. Spätestens aber seit dem Black Friday of Poker ist Ultimate Bet auf den absteigenden Ast und es ist bereits ein offenes Geheimnis, dass das Unternehmen kein geld mehr hat. Spieler warten auf Auszahlungen und das bisher vergebens.
Und wenn das alles noch nicht genug schlechte Publicity im Portfolio dieses Online Poker Anbieters wäre, folgt nun der nächste Skandal. Diesmal geht es um ein empfindliches Datenleck, durch das in der vergangenen Woche Unmengen an Informationen über die Spieler der Seite im Internet frei zugänglich wurden. Laut diversen Quellen sollen durch das Datenleck insgesamt 3,5 Millionen Datenpunkte veröffentlich worden sein.
Glücklicherweise wurden wenigstens die empfindlichsten Daten ausgelassen und Informationen wie Kontodaten gingen nicht an die öffentlichkeit. Aber schlimm genug, dass dies überhaupt geschehen ist und nun könnte man annehmen, dass Ultimate Bet als erstes darum bemüht ist, sich für diese Panne zu entschuldigen.
Allerdings scheint man dort nicht mehr viel Wert auf das Wohlwollen der letzten verbliebenen Spieler zu legen. Ein Redakteur einer Seite, die mit an der Aufdeckung des Skandals beteiligt war, schrieb eine E-Mail an das Unternehmen und bekam folgende Antwort, mit der sich jeder sein eigenes Bild machen kann:
"Vielen Dank für die Kontaktaufnahme.
Das kürzlich berichtete Datenleck ist uns bekannt, und wir untersuchen es. Wir versichern Ihnen, dass wir dieses Versehen ernst nehmen und uns weiterhin im höchsten Maße zur Seriosität gegenüber unseren Kunden und deren Schutz der Privatsphäre verpflichtetfühlen.
Unser größtes Anliegen war, dass durch die öffentlich gewordenen Informationen nicht die Bank- oder Kreditkartendaten unserer Spieler gefährdet waren. Wir können bestätigen, dass dies nicht der Fall war, und das gilt auch für die Sozialversicherungsnummern.
Die Untersuchung des Falles hat oberste Priorität für uns, und wir werden dabei methodisch und umfassend vorgehen. Die publizierten Daten werden weiterhin überprüft, obwohl es sich allem Anschein nach um eine veraltete Datenbankversion handelt. Stellt sich heraus, dass es sich um Datendiebstahl handelt, werden wir alles daran setzen, die Schuldigen vor Gericht zu bringen.
Wir unternehmen alle verfügbaren Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit der Spieleraccounts zu gewährleisten. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, bis wir weitere Details bekannt geben können."
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