Mutmaßlicher Online-Poker-Betrüger in Baden gefasst

Passend zu der aufregenden Zeit bei der Poker-EM Baden, sorgte nun zusätzlich die Betrugsaufdeckung im Falle Maximilian A. vor Ort für Aufsehen, denn der Deutsche wird verdächtigt verschiedene Online-Poker-Profis um Millionen von Euro betrogen zu haben.

Der mutmaßliche Betrug durch den Verdächtigen soll durch ein Spionageprogramm möglich gewesen sein, welches der Verdächtige auf den Computern der abgezockten Pokerprofis installieren konnte und dadurch die Möglichkeit gehabt haben soll, das Pokerblatt der gegnerischen Spieler einzusehen. Mit dieser Information konnte der Deutsche Maximilian E. Summen in Millionenhöhe an sich bringen und die gegnerischen Spieler auf diese Art und Weise um ihr Geld betrügen.

Der Verdacht eines Betruges kursierte schon seit Wochen, besonders bei den Profi-Online-poker-Spielern, die mit hohen Einsätzen im Online Bereich ihren Spielen nachgehen. Die professionellen Spieler hatten teilweise innerhalb sehr kurzer Zeit Summen im 5-stelligen Bereich an den Verdächtigen Maximilian A. verloren.

Der in London lebende Deutsche hat schon bei dem sozialen Netzwerk Facebook viele Freunde aus der berühmten Pokerszene und eben diese Bekannten glauben, dass Maximilien A. den Betrug unter Zwang vorgenommen hat, weil ihn vielleicht eine professionelle Bande unter Druck gesetzt haben könnte. Doch bisher bleiben diese Informationen nur Vermutungen.

Während der Poker-EM in Baden, trafen zwei der Opfer auf den mutmaßlichen Täter. Die beiden Opfer nutzen die Gelegenheit, sich den Verdächtigen vorzuknöpfen und brachten ihn auf sein Zimmer, wo er so lange befragt wurde, bis er die Tat gestand. Daraufhin brachten die beiden Geschädigten den verdächtigen am Morgen des 27. Oktobers zum Polizeirevier, wo die Beamten die drei Personen mit Erstaunen empfingen.

Die geschädigten Opfer gaben vor Ort an, dass Maximilian A. sie jeweils um 40.000 Dollar und um 350.000 Dollar beim Online Poker betrogen habe. Der Schweizer und der Österreicher haben den Zufall genutzt und den Verdächtigen festgehalten, um diesen bei der Polizei vorzuführen und zum Geständnis zu zwingen.

Bei der Polizei war der Verdächtige dann jedoch nicht mehr geständig und gab an, von dem Schweizer und dem österreicher gezwungen worden zu sein. Die Folge aus dieser Aktion ist erst einmal, dass die Computer der drei Beteiligten vom Landeskriminalamt Niederösterreich untersucht werden, um den Betrug zurückverfolgen zu können.

Für die Beteiligten habe die Aktion jedoch noch weitere Folgen. Die Ermittlungen werden bei Maximilian A. in Richtung gewerbsmäßigen Betrug durchgeführt und auch die die beiden mutmaßlichen Opfer, werden aufgrund der nächtlichen Aktion, wegen Freiheitsentzug und Nötigung angeklagt.

Für Aufsehen hat die ganze Aktion in jedem Fall gesorgt. Maximilian A. wurde unverzüglich bei der Poker-EM Baden gesperrt, da die Vorwürfe so hart sind, dass das Zulassen zur EM ein Risiko für die Veranstalter und Spieler bedeutet hätte.

Verantwortliche bei win2day gaben im Anschluss an, dass die registrierten User der Plattform sich keine Sorgen machen müssten, denn abgesehen von nun eingefädelten überprüfungen, ist die Registrierung für die Plattform und andere User so sicher, dass dies potentielle Betrüger mit Sicherheit abschrecke. Eine Überprüfung wird jedoch nun trotzdem stattfinden, um Schutz und Sicherheit zu gewährleisten.

geschrieben am 17.11.2011 von Kristina Pechstein


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