Mihai Manole ist No Limit Holdem-Europameister

Der europäische Poker hat einen neuen Meister in der Spielart No Limit Holdem und sein Name ist Mihai Manole. Ermittelt wurde dieser bei der Poker Europa Meisterschaft in Baden, wo vergangene Woche das besagte Turnier ausgetragen wurde. Damit verbunden war ein stattliches Preisgeld von 160,8 tausend Euro. Dabei sah es über eine lange zeit hinweg so aus, als hätte der Rumäne keine Chance auf den Titel.

Grund dafür war Dragan Galic, der besonders den Final Table über die meiste Zeit hinweg unangefochten dominierte. Als das große Finale begann, war der nicht umsonst "Pokerstorm" genannte Spieler bereits deutlicher Chipleader. Diese Position spielte Galic auch konsequent aus und auf diese Weise sehr zügig seinen Konkurrenten Alexander Dovchenko aus dem Spiel. Dovchenko stand somit als erster Spieler vom Final Table wieder auf und ging mit dem zehnten Platz und 9,4 tausend Euro nachhause.

Danach schien der Chipcount vom Favoriten Galic uneinholbar. Dennoch wurde das restliche Spiel ausgesprochen spannend, ja sogar dramatisch. Die wohl beeindruckendste Hand der Session wurde wohl um einen Pot gespielt, an dem sowohl Galic, der Österreicher Markus Feurle und auch Ismael Bajong spielten. Dabei schaukelte sich der Einsatz in gigantische Höhen auf, da jeder der Spieler ein solides Blatt hielt. Letztlich wurde aufgedeckt und sowohl Galic, als auch Bajong hielten ein Ass und eine Dame, Feurle aber hielt neben dem obligatorischen Ass aber noch einen König und triumphierte damit diese Hand.

Dieser Pot ließ ihn einen ordentlichen Sprung nach vorn machen. Bajong aber - der letzte Deutsche im Spiel - war damit weit zurückgeworfen und ging schließlich mit dem vierten platz aus dem Spiel. Knapp 59 tausend Euro waren aber ein ordentliches Trostpflaster für ihn. Der andere deutsche Spiler am Final Table war übrigens Heinz Kamutzki gewesen, der mit dem siebenten Platz immerhin über 21 tausend Euro gewann.

Als nur Noch Galic, Feurle und der angehende Meister Manole am Tisch saßen, holte sich Galic den verlorenen Pot von Feurle zurück und kurz darauf musste der Österreicher mit dem dritten Platz die Segel streichen. Etwas über 80 tausend Euro Preisgeld bekam er dennoch und so konnte er sich zufrieden das Heads-Up ansehen, das etwas andauerte. Eine ganze Weile konnte sich Galic dort noch gegen die Angriffe von Manole wehren, aber letztlich musste er einen derben Einbruch ins einem Chipcount hinnehmen und gab sich mit dem zweiten platz zufrieden. 114,2 tausend Euro bekam er dafür.


geschrieben am 22.10.2010 von Karl Lohmann


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