Massachusetts setzt auf Alleingang im Online Poker Geschäft

Was in Deutschland Schleswig-Holstein ist, das ist wohl in Amerika nun Massachusetts. Der Bundesstaat in den USA will sich mit dem anhaltenden Zaudern und Diskutieren der Amerikaner gegenüber dem Thema Online Gambling nicht mehr abfinden und plant nun einen Alleingang in diesem Bereich. Das freut natürlich die Anbieter, wie die Spieler; aber wie so oft ist noch nichts entschieden.

Das Repräsentantenhaus von Massachusetts stimmte dem Gesetzesentwurf, der das Glückspiel im Internet innerhalb von Massachusetts umkrempeln möchte, bereits in der vergangenen Woche zugestimmt. Nun muss sich der Senat mit dem Entwurf befassen und ihn - so hoffen zumindest die Glücksspielfreunde - ihn absegnen. Natürlich gilt auch in Massachusetts, dass der Gouverneur in einer solchen Sache ein Veto einlegen kann. Dies ist in anderen Staaten der USA bereits vorgekommen.

Sollte aber alles funktionieren, wie es sich die Spieler und Anbieter wünschen, könnte ab dem 31. Juli 2012 das Pokern im Internet legal sein. Dann soll nämlich der Gesetzesentwurf in Kraft treten und das Glücksspiel regulieren. Dies geschieht natürlich über Lizenzen, die an fünf verschiedene Anbieter vergeben werden sollen.

Fünf Lizenzen klingt zwar nach einer geringen Zahl, aber man muss auch bedenken, dass es sich bei Massachusetts nur um einen Bundesstaat handelt. Vorraussetzung für den Erwerb der Lizenz ist allerdings, dass der Anbieter in für Online Glücksspiel auch in Massachusetts eine Niederlassung hat. Das schränkt die Möglichkeiten für die Unternehmen zusätzlich ein.

Was bisher noch nicht geklärt wurde und bis zum 31. Juli des kommenden Jahres sicher noch ein wichtiges Diskussionsthema werden dürfte sind die Abgaben, welche die Anbieter mit erworbenen Lizenzen werden an Massachusetts zahlen müssen. Bisher gibt es darüber noch keine genauen Informationen und es wird über die Beträge nur spekuliert.

Da aber der Hauptbewegrund von der Regierung Massachusetts für die Regulierung des Internet Gamblings die klammen Kassen des Bundesstaates sind, dürften die Anbieter sicher ordentlich zur Kasse gebeten werden.

geschrieben am 23.09.2011 von Kristina Pechstein


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