Macao überrundet Las Vegas ein weiteres Mal

Es ist ja bereits ein alter Hut; Las Vegas - Sin City, die Stadt der Casinos, die Metropole des Glücksspiels - hat schon längst seine führende Position abgegeben und hat an allen Ecken und Enden mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.

Der neue Stern am Himmel über der weltweiten Gemeinschaft von Zockern ist inzwischen Macao. Das chinesische Hafenstädtchen und ehemalige portugiesische Kolonie hat ein Angebot an Glücksspiel, das so ziemlich alles andere je dagewesene in den Schatten stellt und das spiegelt sich auch in den Umsätzen wieder.

In Macao boomt das Business mit den Casinos und es werden kräftig Gewinne eingefahren. Die beeindruckenden Zahlen dazu: zurückliegenden Juli wurden dort sage und schreibe 24,2 Millionen Milliarden Patacas eingenommen, was 2,07 Milliarden Euro entspricht. Im Mai diesen Jahres waren es sogar noch mehr.

Und die Tendenz scheint allgemein nach oben zu zeigen. So sind die Prognosen der Experten so optimistisch, dass sie für das Haushaltsjahr 2011 mit noch 30 Prozent zusätzlichen Umsatz gegenüber dem Vorjahr rechnen. Damit liegt die erwartete Summe bei stattlichen 21 Milliarden Euro.

Las Vegas ist damit so weit abgerückt, das es kaum noch darauf hoffen kann, die chinesische Konkurrenz überhaupt noch auf Armlänge einzuholen. Immerhin wirft der berühmt berüchtigte Strip von Las Vegas mit all seinen legendären Hotels und Casinos nur ein fünftel von der Summe ab, die Macao einfährt.

Und das alles spiegelt sich natürlich auch in der Attraktivität für Pokerspieler wieder. Natürlich hat Stadt in der Wüste von Nevada nochimmer ihre World Series of Poker und ist damit im gewissen Maße nach wie vor das Meka für Pokerspieler aus der ganzen Welt. Aber auf der anderen Seite werden sogar von alteingesessenen Profis der Szene, die ihren Wohnsitz in Las Vegas haben, die enttäuschten Stimmen laut, dass die echte High Stake Aktion dort ausbleibt - zumindest wenn nicht gerade das größte Pokerturnier der Welt dort stattfindet.

Dagegen sitzen in milliardenschwere Geschäftsmänner, denen das Geld locker sitzt und die gerne hohe Buy Ins zahlen, wenn sie dafür mit den Profis der Szene spielen können. Kein wunder also, dass die spektakulärsten High Stakes Sessions nun dort gespielt werden.

geschrieben am 05.08.2011 von Kristina Pechstein


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