Italiens Fiskus knöpft sich Online Spieler vor

In Italien hat sich in diesem Jahr bereits einiges bewegt, was das Online Poker angeht. Vor kurzem erst wurden Cash Games im Internet legalisiert und schon davor wurde von der italienischen Legislative festgestellt, dass Pokerspiele ihre Gewinne im Online Poker versteuern müssen.

Dies gilt nun auch, wenn die Spiele auf einem ausländischen Server - also außerhalb von Italien - gewonnen wurden. Hier setzt der Fiskus nun den Hebel an und soll - so konnte man in einigen Meldungen der letzten Tage lesen - bereits professionelle Pokerspieler des Landes angeschrieben haben.

Ziel der Behörden ist es, dass die Finanzflüsse der Pokerspieler für sie offen gelegt werden sollen. Dabei geht es natürlich in erster Linie um die Einnahmen durch die frisch legalisierten Cash Games. Aber auch jenes Geld muss nachgewiesen werden, was in anderen Turnieren für die Pokerspieler an Verdienst in die Kassen geflossen ist. Interessanterweise wird dabei insbesondere auf die Spielart No Limit Texas Holdem geachtet.

Darüber hinaus interessiert sich der Fiskus auch dafür, wie viel Geld in die Kassen der Spieler fließt, weil sie gesponsert werden. Sogar das, was an Gebühren für Fotorechte abfällt wollen die Behörden wissen und muss von den Pokerprofis Italien in Zukunft dargelegt werden. Betroffen sind vor allem jene Pokerspieler, die bei einer der führenden Webseiten unter Vertrag stehen. Diese müssen sich wohl in Zukunft daran gewöhnen, von den Steuerbeamten des Landes kräftig unter die Lupe genommen zu werden.


geschrieben am 15.04.2011 von Kristina Pechstein


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