Auch Holland will Glücksspielmarkt öffnen
In der EU wird es wohl langsam zum Trend, dass die Länder - eins nach dem anderen - die Möglichkeiten des organisierten und regulierten Glücksspiels für sich entdecken. So wurden ja bekanntlich in Estland, in Dänemark und auch in Griechenland der Grundstein für eine Öffnung des Marktes gelegt und Anfang des Jahres 2012 treten die neuen Gesetze in Kraft.
Das hat nun scheinbar auch die Niederländer motiviert, an ihrer Glücksspielregulierung zu schrauben und man versucht jetzt das bestehende System in Holland zu überarbeiten. Ganz vorn mit dabei ist der abgeordnete Justizminister der Niederlande - mit Namen Fred Teeven. Sein konkreter Vorschlag ist es, eine Behörde ins Leben zu rufen, um den Glücksspielmark in Holland zu regulieren und den Markt für den freien Wettkampf der Anbieter zu öffnen.
Im Moment besteht nämlich dort ein Monopol von der Holland Casino Group. Das ist nicht nur wirtschaftlich unangemessen und überaltert, sondern wird auch von der Europäischen Union nicht allzu gern gesehen.
Allerdings hat es Fred Teeven mit seiner Initiative bisher nicht gerade leicht. Denn die Opposition ist ausgesprochen stark und wehrt sich gegen diese vermeintliche Aufweichung von Glücksspielregulierungen. Besonders die öffnung des Online Marktes für Casino und natürlich Poker ist ihnen dabei ein Dorn im Auge.
Die Spitze der Argumentation ist natürlich - wie so oft - das befürchtet wird, die Sucht nach Glücksspiel würde um sich greifen und gefährdete Spieler könnten nicht mehr geschützt werden. Öl in diesem Feuer ist da ausgerechnet noch ein bericht des britischen Gesundheitsdienstes, auf den sich die Glücksspielgegner berufen. Dort wird nicht nur wieder die Suchtgefahr von Glücksspiel hervorgehoben, sondern auch die Verbindung zu psychologischen Krankheiten, Missbrauch von Alkohol und sogar Selbstmord gezogen.
Besonders die sozialistische Partei in Holland und die christliche Union tut sich schwer mit Fred Teevens Bemühungen und droht mit einer Blockade des Gesetzesentwurfs. Es wird sich zeigen müssen, ob der abgeordnete Justizminister diese politische Hürden nehmen kann.
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