Harvard findet heraus: Online Glücksspiel und Spielsucht zwei paar Schuhe
Die Eliteuniversität Harvard hat eine Studie durchgeführt, welche die These, dass virtuelles Glücksspiel und der daraus resultierte unbegrenzte Zugang das Risiko der Spielsucht anhebt, nicht zutrifft.
Zwei Forscher machten in einem Bericht ihre Untersuchungsergebnisse öffentlich. Dabei kam heraus, dass die Spielsucht, sprich gefährliche Formen des Spiels, im Laufe der vergangenen Jahre nicht höher geworden ist.
Dies ist ungeachtet der Tatsache der Fall, dass das Online Glücksspiel überall zur Verfügung steht. In den Vereinigten Staaten nahm das traditionelle Glücksspiel in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten rasant zu. Die Zahlen, was die Spielsucht anging, gingen aber leicht zurück.
Die Forscher begründen dies mit der Tatsache, dass der Großteil der US- Bürger das Glücksspiel als Freizeitvergnügen ansieht, dass auch unter Kontrolle zu halten ist. Sie wiesen die Gegner des virtuellen Glücksspiels in die Schranken, die behaupten, dass dadurch eine größere Spielsuchtgefahr gegeben ist.
Die Forscher sagen auch, dass die Leute dazu neigen, im Netz zu Beginn sehr viel zu spielen aber dann ihre Aktivitäten einschränken. Dies ist bei den meisten Menschen der Fall. Nach Ermittlungen der beiden Wissenschaftler nutzt nur ein Hundertstel der Amerikaner das virtuelle Spiel.
Der Zusammenhang des Online Glücksspiels mit der Spielsucht ist daher nicht zu belegen. Die Anzahl der Suchtkranken, die unter einem Prozent liegt, weisen zu 75 Prozent noch weitere Suchttendenzen auf. Kurzum, Spielsucht kommt eher bei Personen vor, die ohnehin schon ein Suchtproblem haben und sie ist für diese Erkrankung nicht primär verantwortlich.
Die beiden Forscher haben bereits mehr Studien zu diesem Thema durchgeführt. Diese macht aber deutlich, dass die Ursachen für eine Untersagung des Online Glücksspiels mit dem Argument der drohenden Spielsucht keinen Bestand haben. Beim Thema Alkohol ist es ähnlich.
Viele trinken nur manchmal und wer bereits Suchttendenzen hat, kann alkoholabhängig werden. Dies dürfte aber schwerlich ein Grund sein, diesen pauschal zu untersagen.
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