Gus Hansen macht eine Pokerpause
Der Full Tilt Spieler Gus Hansen legte im Jahr 2009 das Gegenteil von einem kometenhaften Aufstieg hin. Bis Ende Dezember büßte er sagenhafte 8 Millionen Dollar ein, obwohl er noch im Mai 2009 fast 3 Millionen Dollar im Plus war. Am Ende des Jahres landete er bei über 5,5 Millionen Dollar Miesen.
Doch wie konnte einem dreifachen WTP-Gewinner das passiern und wieso singt einer der agrressivsten und gefährlichsten No-Limit-Spieler derart ab? Selbst Tom "durrr" Dawn wird in Interviews gefragt, ob er eine Notification installiert hat, wenn Gus an die teuren Tische kommt. Dabei musste durrr noch Anfang 2009 sein Geld an Gus abtreten.
Auch im teuren Bobby‘s Room im Bellagio in Las Vegas läuft es nicht sehr gut für den "Great Dane". Im Dezember 2009 erklärte Gus nun, das er eine Pause vom Poker machen werde, denn er will mehr Zeit für sein Studium und zum Relaxen investieren.
Auf alle Fälle war und ist Hansen einer der ersten bekannten Spieler, die mit einerm super aggressiven Stil an ihr Ziel kamen. Von seinen Gegnern wurde sein Spiel als zu verrückt bezeichnet, er spiele zu viele Hände und sehe zu viele Flops. Aber genau das machte ihn so erfolgreich. Die gesamte Pokerwelt hat sich dem jedoch angeglichen, wurde aggressiver, hat also die Revolution ihre Kinder gefressen?
Eine verrückte Wette hatte Gus 2009 mit Phil Ivey laufen. Wenn Ivey das Main Event gewonnen hätte, hätte Gus somit auch die Wette gewonnen und viel Geld von Ivey kassieren können. Doch leider war das nicht die Einzige Wette die Gus verloren hatte. Es bleibt die Frage offen, in welcher höhe ein Vertragsspieler mit Prominentenstatus Verluste verkraften kann.
Auf all diese Fragen werden wir vermutlich diese Jahr Antwort bekommen. Wir können nur hoffen, das wir den sympathischen Gewinner der Aussie Millions sehr bald wieder an den Tischen sehen werden.
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