Gus Hansen hält sich aufrecht
Mit Varianz hat auch der erfolgreichste Pokerprofi mal zu kämpfen - ein Berufsrisiko, mit dem man einfach leben muss. Aktuell ist das ja wieder ein großes Thema innerhalb der internationalen Szene. Besonders Ziigmund und Phil Galfond klagen derzeit in ihren aktuellen Blog- Einträgen über ihren Downswing und ersterer fragt sich sogar, ob er überhaupt noch pokern kann.
Im vergangenen Jahr fragte sich das die Pokerszene auch, wenn sie die enormen Verluste von Gus Hansen beobachtete, der sein Geld an den teuren Tischen verschleuderte wie Süßigkeiten an Halloween.
Gegen Ende des Jahres hatte sich der große Däne aber wieder gefangen und holte kräftig auf, um von den roten zahlen wieder in die schwarzen zu kommen. Es war eine beeindruckende Aufholjagd und die Presse verfolgte diese Szenen mit einer Mischung aus Enthusiasmus und der Frage, wie lange das wohl anhalten würde. Tatsäschlich hielt sich Hansen aber sehr aufrecht. Zugegeben, es gab immer mal wieder Einbrüche im Bankkonto - besonders Anfang Januar musste der Däne einiges an Verlusten hinnehmen. Dennoch sind seine Erfolge kaum zu verkennen, wenn man bedenkt, dass Hansen allein im noch sehr jungen Jahr 2011 bereits mehr als 2 Millionen Dollar gewinnen konnte.
Erst kürzlich schlug er wieder gewaltig an den 500/1000 Dollar PLO CAP Tischen zu, wo er gegen einen Nutzer Namens UarePileous zockte. Hinter diesem Pseudonym soll angeblich der schwedische Spieler Michael Thuritz stecken. Auf jeden Fall wird er sich wohl inzwischen wünschen, sich nie auf Hansen eingelassen zu haben, denn über 252 Hände hinweg nahm dieser ihm 315 tausend Dollar ab.
Kein schlechter Lohn für eine ausgiebige Runde Poker. Danach machte sich Hansen an Andreas Torbergsen zu schaffen, der aber nur 16 Hände gegen den Dänen spielte. Vielleicht besser so, denn allein während dieser 16 Hände verlor er über 50 tausend Dollar.
Somit arbeitet sich der große Däne weiter zurück an die Spitze und zeigt seinen Kollegen, dass jeder noch zu dramatisch wirkende Downswing zu überstehen und zu bewältigen ist.
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