Erstes goldenes Armband für Phil Laak
Vor kurzem hatte Phil Laak noch richtig Pech. Zuerst war er in den Schlagzeilen, weil er einen Rekord im Dauerpokern aufgestellt hat und sich dabei an seine körperlichen Grenzen gebracht hat und dann wird dieser Rekord ein paar Wochen später schon gebrochen. Kurz darauf kann man wieder von ihm lesen; diesmal weil er mit schlimmen Blessuren im Krankenhaus liegt. Ein echtes Erfolgserlebnis war für den "Unabomber" also bereits überfällig und das hat er nun bekommen; und was für eins!
Die World Series of Poker Europe hat ihr erstes Event in London beendet und Phil Laak schnappte sich das erste Bracelet seiner Pokerkarriere. Obendrauf gab es noch stattliche 170 tausend Pfund Preisgeld und die Zufriedenheit, sich gegen 244 Konkurrenten durchgesetzt zu haben.
Bei dem Event der WSOPE handelte es sich um ein No Limit Holdem Six-Handed für Buy-Ins von 2650 Pfund. Als es an den Final Table ging hatte Laak noch 5 Gegner zu schlagen. Dabei konnte sich die Konkrenz durchaus sehen lassen: am Tisch saßen mit ihm Andrew Pantling - der am Anfang deutlicher Chipleader war, Chris Björn, David Peters und Willie Tann. Letzterer kann sogar schon zwei der begehrten goldenen Armbänder sein eigen nennen und hatte wohl schon rege Hoffnung auf sein drittes. Das sollte aber nicht geschehen, denn ausgerechnet er ging als erster Spieler am Final Table in die Seile und musste sich mit dem sechsten Platz und knapp 24 tausend Pfund abfinden. Danach ging Ilan Rouah und dann David Peters, mit 33,6 und 48,2 tausend Pfund Preisgeld.
Auf dem Siegertreppchen machte sich dann etwas Ruhe breit. Eine Stunde schoben die Spieler ihre Chips hin und her, bevor Chris Bjorin vom Unabomber vom Tisch genommen wurde. 70,4 tausend Pfund bekam er für Platz 3.
Im Heads-Up gegen Andrew Pantling war Phil Laak vom Chipcount zunächst unterlegen, aber das hielt nicht lange an. Es entbrannte ein heißer Kampf und die Führung, aber als das letzte All-In kam, konnte Laak über Pantling triumphieren. 105,5 tausend Pfund gab es für den zweiten Platz und der Unabomber konnte jubeln.
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