Neuer Glücksspielvertrag sorgt schon jetzt für Probleme
Allerorten stellt man sich die Frage, warum die Anteile des neu entstandenen Unternehmens aus der Fusion von Bwin und PartyGaming vor Kurzem so rasch gesunken sind. Dass die Bundesländer Deutschlands eine Umsatzsteuer für Sportwetten von rund 17 Prozent etablieren wollen, könnte ein Grund dafür sein.
Dieser dürfte für die Sportwettenbetreiber aus dem privaten Bereich Anlass zur Freude sein, da sich die Länder dazu entschlossen haben den Markt im Hinblick auf die Privatbetreiber freizumachen. Doch dieser Entschluss erfüllt nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen.
Die Neuerungen stellen für Betreiber wie Bwin Probleme dar, Erträge zu machen. Analysefachleute rechnen damit, dass diese Vorgaben die Sportwetten mehr oder minder aus der Bundesrepublik ausklinken und den Weg für unrechtmäßige Betreiber ohne Lizenz freimachen werden.
Die neuen Strukturen untersagen zwar Live Wetten, diese bringen rund 50 Prozent der Wetterlöse aus dem Netz ein. Doch Online Casinos und Online Poker können hier kein Gleichgewicht sein, weil nur die im Land ansässigen Casinos eine Zulassung für die virtuellen Spielstätten bekommen.
Das obengenannte Unternehmen sagte, dass die neuen Regeln nicht den rechtlichen Vorgaben der EU und nicht den Anforderungen des Marktes genügen. Man will sich hier um eine Zulassung in Schleswig-Holstein bemühen, falls dessen Alleingang gelingt.
Doch Fakt ist, dass der Großteil der änderungen in Bezug auf ein neues Online Glücksspiel keine Zustimmung erfuhr und nur von 15 Länderchefs akzeptiert wurde. Die strikten Richtlinien dienen offenbar nur dem Schutz der Bürger, doch sie werden nach wie vor in die Arme des Schwarzmarkts getrieben.
Es kann gut sein, dass diese Sache auf Ländeebene strukturiert wird. Doch dieser Fakt hätte möglicherweise erneute Verhandlungen der Länder zur Folge. Es ist noch nichts abgeschlossen, die Dokumente sind noch nicht unterzeichnet. Es wäre gut möglich, dass die neuen Vorgaben vom EuGH nochmals abschlägig beschieden werden.
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