Glückspiel und Poker in den USA

Der Vorgang der Glücksspielregulierung in den USA läuft in einem guten Tempo ab. Unterschiedliche Gruppen haben vor, Poker und Glücksspiel rechtmäßig zu machen und Kontrollen zu unterziehen.

Die Volksvertreter führen hierfür die satten Abgabenerträge aus dieser Branche an und die Branche des Glücksspiels investiert eine Menge Geld in die Vertreter ihrer Interessen in der Hauptstadt der USA.

Es war noch nicht allzu lange her dass die "American Gaming Association" ihre Geschäftszahlen preisgab und diese wiesen eine nicht zu übersehende Steigerung der Investitionen für die Lobbys auf. Im zweiten Vierteljahr verwendete die Institution rund 640.000 Dollar für diesen Zweck, im selben Quartal 2010 war diese Summe noch 280.000 Dollar geringer.

Dies kann mit dem "Schwarzen Freitag" im April dieses Jahres und dem folgenden Tauziehen um einen kontrollierten Glücksspielmarkt begründet werden. Die obengenannte Institution hat ihren Sitz in der amerikanischen Hauptstadt und fungiert als Interessenverband im Bereich der Glücksspielwirtschaft.

Sie befürworten auch die "Rockefeller Internet Poker Bill", welche vom Senator gleichen Namens erarbeitet wurde. Der Senat soll sich dieses Dokument noch im Herbst 2011 ansehen. Auch der Vorstandschef von "Caesars Entertainment" investierte bereits über 800.000 Dollar für die Interessensgruppen, im zweiten Vierteljahr 2011 schickte er mehr als 200.000 Dollar in die Hauptstadt.

Sein Unternehmen würde sehr davon profitieren, wenn der Glücksspielmarkt in Bälde liberalisiert werden würde. Die Vorlage des Senators Barton, die von großer Wichtigkeit ist, beinhaltet, dass nur Unternehmen, die schon über eine entsprechende Zulassung verfügen, auf dem kommenden virtuellen Markt präsent sein dürfen.

Der Entwurf des Senators Rockefeller ist ähnlich gestaltet. Bis dato ist das Unternehmen das einzige in der Branche, das mit einem Betreiber im Netz, nämlich "888" zusammenarbeitet. Kurz vor dem "Schwarzen Freitag" verhandelte "PokerStars" mit "Wynn" und das Unternehmen "FullTilt" hatte vor, mit "Stations Casinos" eine Zusammenarbeit einzugehen.

Doch als dieses Ereignis eintrat, war es mit den Verhandlungsgesprächen vorbei. Auch das Unternehmen "International Game Technology", kurz "IGT", befasst sich mit dem Glücksspielmarkt in Amerika. Das Unternehmen, welches Spielautomaten produziert, hat seine Zentrale im Bundesstaat Nevada und erwarb erst vor Kurzen das Unternehmen "Entraction Network" zu einem Preis von 125 Millionen Dollar.

Die amerikanischen Firmen in dieser Branche könnten auch das "OnGame Network" nutzen, ein Netzwerk für Poker, das dem Unternehmen "Bwin.Party" gehört. Dies soll aber bis Ende 2011 verkauft werden. Der eigentliche Preis in Höhe von 475 Millionen Dollar, die Summe, die man für das Unternehmen "Bodog" ausgab, soll hierfür weit darunter liegen.

Die Fachleute des Unternehmens "H2 Gambling Capital" denken, dass das Pokernetzwerk für maximal 30 Millionen Dollar verkauft werden wird. Dies liegt daran, dass der vorgesehene Wechsel der Nutzer von "Bwin" zum Netzwerk von "PartyPoker" die Finanzen des obengenannten Netzwerks deutlich beeinflussen wird.

Der Senator Reid, dessen Entwurf 2010 nicht durchgesetzt werden konnte, machte sich vor Kurzem wieder für eine Kontrolle stark. Er gehört den Republikanern an und ist der Meinung, dass die Gesetzgebung im Bereich des Pokers bald geregelt sein wird.

Er befürwortet keinen konkreten Entwurf, aber er hat Kontakte zur obengenannten Institution, was den Schluss nahelegt, dass er sich auf die Seite von Rockefellers Entwurf schlagen wird.

geschrieben am 24.08.2011 von Stefan Endres


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