Gerüchte um Macau Mega-Highroller Turnier
In Macau rollt der große Rubel, das weiß man nun schon eine Weile. In der chinesischen Hafenstadt scharen sich die gut betuchten Geschäftsmänner um die internationalen Poker-Profis und zahlen enorme Summen an Lehrgeld, um mit den bekannten Namen der Szene zu zocken.
Las Vegas hat man damit im fernen Osten schon den Rang abgelaufen. In den letzten tagen kamen dazu aber noch Gerüchte auf, dass der amerikanische Geschäftsmann William Murray Pläne in der asiatischen Glücksspielmetropole habe, Poker-Turniere in eine neue Dimension zu heben.
Laut verschiedenen Medien sei im Frühjahr von 2013 in Macau ein Turnier geplant, das auf eine Teilnehmerzahl von 500 Spielern ausgerichtet werden sollte. Allein damit würde sich das Event in der obersten Sparte der Poker-Turnier-Welt bewegen. Der Preisgeldfond würde es aber wirklich zu einem Großereignis machen, denn der sollte bei 65 bis 100 Millionen Dollar angesiedelt sein. Das würde dementsprechend bedeuten, dass die Highroller, die sich für dieses Event anmelden wollten, stattliche 200 tausend Dollar einzahlen müssten. Das sind beeindruckende Zahlen, die fast zu unglaublich klingen um wahr zu sein.
Und genau der Meinung sind so manche Stimmen in der Szene, die ernsthaft angemerkt haben, dass es sich bei dieser Meldung um eine Ente handeln würde. Dazu gehört unter anderem auch Tom Hall, der als Geschäftsführer von Asia Logic zahlreiche Kontakte nach Macau pflegt.
Er gab in einem einschlägigen poker-Forum zu bedenken: ?Das halte ich kompletten Unsinn. Kein vernünftiger Mensch, den ich in Macao kenne, weiß davon. Kein Casino, kein Casino-Manager, keiner der Highroller, keiner der Reiseveranstalter und keiner von den Medien hat davon irgendetwas gehört. Zudem braucht man für jedes Pokerturnier die Genehmigung der DICJ und des ausrichtenden Casinos.
Da die übertragungen von Glücksspiel im Fernsehen außerdem stark eingeschränkt sind und Werbung für Glücksspiel generell verboten ist, gibt es keinen Grund für die chinesischen Behörden, ein solches Unterfangen zu unterstützen. Hier geht es nur um Publicity.?
Es könnte also wirklich der Fall sein, dass hinter dem angeblichen Mega-Highroller von William Murray nichts als heiße Luft steckt. Die Gerüchteküche brodelt jedenfalls und man sollte ein Auge auf der Angelegenheit behalten.
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