FullTilt schneidet sich ins eigene Fleisch
Der Schwarze Freitag, bei dem die Pokerseite FullTilt zu Schaden kam, hinterlässt immer noch Spuren für Spieler und Glücksspielindustrie.
Sie galt einmal als die beste Adresse für Poker überhaupt, auch so mancher weltbekannte Profi machte Werbung für FullTilt oder hatte Anteile an der Seite. Nun wollen sie damit nicht mehr in Verbindung gebracht werden.
Im Zuge des Black Friday Mitte April legten die Behörden in den Vereinigten Staaten drei der namhaftesten Seiten für Poker auf Eis. Deren Adressen und Accounts wurde stillgelegt, bis man sich bei FullTilt damit einverstanden erklärte, dem Landesmarkt den Rücken zu kehren und den Spielern das investierte Geld wiederzugeben.
Die Seite hielt sich nicht daran und hat das Geld bislang nicht wieder an die Spieler gezahlt. Das Unternehmen war mit einem Prozess konfrontiert, bei dem es um 150 Dollarmillionen ging. Die Pokergröße Phil Ivey leitete den Prozess in die Wege, seine Beschwerde war 150 Millionen Dollar schwer.
Er zog seine Beschwerde zurück, da die Vertretung für die Spielerinteressen auch eine Beschwerde eingereicht hatte. Um sich mit den Spielern, die nach wie vor auf ihr Geld warten, loyal zu zeigen, nahm Ivey nicht an der diesjährigen Pokerweltmeisterschaft teil.
Diese Ereignisse nahm die Glücksspielbehörde von Alderney zum Anlass, dem Pokerbetreiber die Zulassung zu nehmen, bis die Sache geklärt ist, da auch Geldwäsche und Betrügereien vorgefallen sein sollen.
Im Juli wollte man eine öffentliche Anhörung durchführen, diese war zum Leidwesen der Spieler nicht im öffentlichen Rahmen und wurde auf September vertagt. Da das Unternehmen momentan keine Zulassung hat, ist die Seite nicht aktiv und die Spieler weltweit haben keinen Zugriff mehr auf ihr Geld.
Die Spieler sind nach wie vor nicht zufrieden. Sie wechselten zu William Hill, einem Anbieter, der für sie verlässlicher ist.
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