"FullTilt Poker" und das liebe Geld

Die amerikanischen Ämter werfen der Pokerseite "FullTilt" und den hauseigenen professionellen Pokerspielern schwerwiegende Dinge vor.

Zu den Spielern gehören unter anderem Chris Ferguson und Rafael Furst. Ihnen wird vorgeworfen, mit ihrem Können Spieler aus aller Herren Länder über den Tisch gezogen zu haben, sie sollen dabei auch die Internetseite ihres Geldgebers, des obengenannten Pokerunternehmens, zu Hilfe genommen haben.

Ein Rechtsvertreter aus New York sagte erst kürzlich, dass der Pokeranbieter kein handelsübliches Unternehmen ist, sondern auf einem globalen Schnellballsystem basiert. Die Pokerprofis und dieses Prinzip werden nach Informationen eines amerikanischen Magazins beschuldigt, die Spieler um rund 300 Millionen Dollar erleichtert zu haben.

Den Pokerspielern wird vorgeworfen, innerhalb der letzten vier Jahre etwas von dem Spielergeld für sich genutzt zu haben. Der erstgenannte Spieler, der aus der Pokerweltmeisterschaft, die in der Pokerbranche das Nonplusultra ist, mehrmals als Sieger hervorging, soll 24 Millionen Dollar in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Die Schwierigkeit für die Spieler ist, dass es jetzt nicht mehr ausreichend finanzielle Mittel gibt, um den Nutzern der Seiten für Online Poker ihre Gewinne zu zahlen, davon haben auch sie keine Vorteile. Vor einiger Zeit stellte man Nachforschungen in Sachen Betrug, unerlaubtem Glücksspiel und Geldwäsche bei dem Betreiber und anderen Anbietern an.

Ungeachtet der Tatsache, dass virtuelles Poker in den Vereinigten Staaten untersagt ist, haben sie ihre Angebote bereitgestellt, was unrechtmäßiges Glücksspiel ist. Im Rahmen der Nachforschungen legte man die Dienstleistungen des obengenannten Unternehmens und weiterer Betreiber aufs Eis und für die Spieler war es unmöglich, an ihr Geld zu kommen.

Dieses will man an diese Spieler zurückgeben, doch dafür ist angeblich kein Geld da. Der Anwalt sagt, dass die Anbieter der Seiten mit diesem Geld ihre Konten bestücken. Um dies zu bewerkstelligen, nutzen sie das obengenannte Prinzip. Neue Spieler stellen sicher, dass finanzielle Mittel bereitstehen.

Diese nutzt man dazu, bereits vorhandenen Spielern ihr Geld wiederzugeben. Diese Rechnung ging aber nicht auf, spätestens dann, als keine neuen Nutzer mehr dazukamen. Die Ermittler in den Vereinigten Staaten beschuldigen die Pokerprofis, gewonnenen Spielern versichert zu haben, das ihre Investitionen bei der Pokerseite sicher sind, dies lag offenkundig nicht vor.

Die finanziellen Reserven von "FullTilt" genügten nicht mehr, um allen Nutzern ihr Geld wiederzugeben. Für die Nutzer dieser Seite, die nun auf ihre Investitionen hoffen, ist die Lage mehr als schlecht.

Auch der obengenannte Pokerspieler kann seine Laufbahn aufgrund dieser Vorwürfe möglicherweise an den Nagel hängen.

geschrieben am 29.09.2011 von Stefan Endres


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