Full Tilt CEO verlässt das sinkende Schiff

In Sachen des schwer angeschlagenen Online Poker Anbieters Full Tilt scheinen die Umwälzungen kein Ende zu nehmen. Der Status des Unternehmens scheint immer wieder zwischen Hoffnung auf Rettung und unwiederbringlich sinkendes Schiff zu schwanken. Die neusten Informationen schlagen da in beide Kerben, denn sie können sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung ausgelegt werden.

So berichtete vor kurzem die Seite wickedchopspoker.com, dass der bisherige CEO hinter Full Tilt - mit Namen Raymond Bitar - nun seinen Posten in den Unternehmen verlassen hat. Genauer gesagt, ist der 39-Jährige der Kopf von Tiltware LLC gewesen, welches offiziell für die Software und das Marketing bei Full Tilt verantwortlich war. Tatsächlich kann man es aber schon so sehen, dass es sich bei Tiltware LLC um eine Art Mutterunternehmen von Full Tilt handelt. Raymond Bitar war dort der Geschäftsführer und zugleich der Vorstand.

Bis zum Jahr 2003 war Raymond Bitar im Bereich des Investmentbanking tätig und verdiente sich sein Geld als Broker in Los Angeles. Als er dann schließlich Chris Ferguson kennenlernte, sattelte er um und gründete mit diesem das einstige Erfolgsunternehmen Full Tilt. Als CEO bekleidete er in dem unternahmen über Jahre hinweg einer der wichtigsten - wenn nicht die wichtigste - Position und war einer der grundlegenden Träger für Entscheidungen. Kein Wunder also, dass er einer der ersten Ziele der Behörden war, als es beim Black Friday of Poker zur Anklage kam.

Dass er nun als CEO das Unternehmen verlassen soll, passt in doppelter Hinsicht ins Bild. Einerseits ist s nahe liegend zu denken, dass jeder nach Möglichkeit das sinkende Schiff namens Full Tilt verlassen will. Dem gegenüber steht aber der Bericht, dass Raymond Bitar als Geschäftsführer schlicht abgewählt wurde.

Daher könnte sein Ausscheiden eher eine Maßnahme sein, das Unternehmen Full Tilt wieder vertrauenswürdiger und somit attraktiver für Sponsoren zu machen. Schließlich bemüht man sich um diese nach wie vor sehr.

geschrieben am 12.07.2011 von Karl Lohmann


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