Die Folgen des Black Friday in Amerika

Online Glücksspiel ist sowohl in den USA als auch in Deutschland derzeit noch verboten. In Amerika zog das Verbot nun bittere Konsequenzen für die großen Pokerwebseiten im Internet mit sich, denn seit dem Black Friday wurden sie geschlossen und gesperrt und die Lizenz entzogen, da rechtliche Verstoße gemeldet wurden.

Bisher ist noch unklar, wie weiter verfahren wird. Die Anhörung Ende Juli bleibt so lange abzuwarten. In Deutschland zum Beispiel regelt der Glücksspielstaatsvertrag die rechtlichen Dinge und schafft Grundlagen, so dass das Angebot in Deutschland nur von staatlicher Seite aus gemacht werden darf.

Für das Pokerspiel existierte in den meisten Ländern jedoch bisher eine sogenannte Grauzone. Da nicht klar definiert ist, ob Poker zum Glücksspiel oder doch eher ein Geschicklichkeitsspiel ist, operieren die Firmen, die ihr Angebot im Internet machen, auf dieser Basis. Die Unklarheit und Unsicherheit wird auf diese Art und Weise ausgenutzt.

Mit der Stilllegung der Webseite von Full Tilt Poker haben die Amerikaner weltweit für einen großen Schock gesorgt. Das Unternehmen, welches seinen Sitz in Alderney hat, hat viele Spieler als Kunden und somit auch viele Gelder der Kunden auf den Spielkonten. Durch das einfrieren der Webseite können die User nicht mehr an ihr Geld kommen und es ist unklar, wann Full Tilt von sich aus die nötigen Gelder und den nötigen Überblick gesetzt, die Kunden auszubezahlen.

Das Mitleid der öffentlichkeit hält sich in Grenzen, denn viele sind der Meinung, dass das Spielen und somit auch das anvertrauen von Geld eigene Schuld sei, gerade weil es sich beim Online Poker um ein illegales Angebot handelt, da bräuchten sich die Kunden nicht zu wundern.

Laut Experten ist trotz der Verbote das Online Pokern bei den Kunden so beliebt, weil die Kunden vor dem Rechner ihr Gesicht nicht zeigen und somit nicht so leicht ablesbar ist ob jemand blufft oder nicht. Dadurch erhoffen sich viele schneller den großen Gewinn abzuräumen. Zur Hilfe stehen im Netz verschiedene Programme zur Verfügung, die eine Strategie anbieten, mit der das Gewinnen einfacher gemacht werden soll. Beim Online-Poker genießt der Spieler zudem den Vorteil, dass er an mehreren Pokerrunden gleichzeitig teilnehmen und somit nach eigenen Hoffnungen mehr gewinnen kann.

Der Black Friday in den USA hat auch für verschiedene Pokergrößen böse Folgen. Denn die Profispieler haben zum Teil Anteile an den großen Webseiten, die an diesem Tag allesamt von der Online-Bildfläche verschwunden sind. Angeklagt sind die Firmen vor allen Dingen wegen folgenden Punkten: Geldwäsche, Bankbetrug und illegales Glücksspiel. Die Anhörung ist für den 26. Juli 2011 angesetzt.

Die Webseiten waren von nun an zwar in den USA gesperrt, gingen jedoch über andere Länder wieder online, wo sie seitdem für Amerikanische Spieler nicht mehr erreichbar sind. Full Tilt jedoch hat bis heute Schwierigkeiten sich auf dem Markt wieder in das rechte Licht zu rücken. Profis mit Anteilen an dem Unternehmen, wollen Aussteigen und fordern Schadensersatz. Die Konten des Unternehmens sind genauso wie die Webseite eingefroren, für das Unternehmen hat der Schwarze Freitag wirklich nur schwarze Wolken beschert.

Nach verschiedenen Gerüchten und Schwierigkeiten in Irland gibt es nun einen Käufer für das irische Full Tilt Unternehmen, nämlich Pocket Kings. Nach der Übernahme soll Full Tilt bald wieder online gehen können, wenn mit der US-Regierung ein Vergleich ausgehandelt werden kann.

Spieler selbst haben in Amerika angefangen zu klagen, jedoch nicht gegen das Unternehmen, sondern gegen die bekannten Pokergrößen wie Phil Ivey, der selbst gegen Full Tilt geklagt hatte, die Klage nun jedoch zurückgezogen hat. Ganz nachvollziehbar ist die derzeitige Situation rund um Full Tilt nicht, doch es wird gehofft, dass in absehbarer Zeit mehr Klarheit in die Angelegenheit gebracht werden kann.

geschrieben am 11.07.2011 von Kristina Pechstein


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