EPT Wien Titel für Michael Eiler

Am Sonntag des vergangenen Wochenendes fanden sich die acht besten Spieler der zurückliegenden European Poker Tour in Wien noch einmal am Final Table zusammen um die am besten bezahlten Plätze unter sich aufzuteilen. Dabei war das Feld im Bereich des Chipcounts breit gestreckt: vom niedrigsten Stack mit 730 tausend Chips bis zum Chipleader an einer einsamen Spitze mit über 5 Millionen Chips.

Aber wie so oft zeigte sich auch hier, dass am finalen Tisch eines Poker-Turniers der kleinste Stack nicht unbedingt als erstes gehen muss und sich der Favorit manchmal schneller verabschieden kann als ihm lieb ist.

Mit dem eben genannten niedrigsten Chipcount ging nämlich Andreas Wiese an den Tisch und ließ noch 2 Spieler hinter sich, bevor er All-In ging. Dann nahm ihn aber Michael Eiler mit einem Pärchen Könige vom Tisch, die ihm der Flop zum Drilling machte. Mit dem sechsten Platz wurde Andreas Wiese aber der erste Spieler mit einem Preisgeld von über 100 tausend Euro.

Danach ging Luca Cainelli in die Seile, der zuvor schon Matthias Lotze vom Tisch nehmen konnte. Ein Pärchen Asse die ihm der Geber auf die Hand schenkte verführte Cainelli zum All In, aber das Board brachte seinem Konkurrenten und tschechischen PokerStars-Profi Martin Hruby eine Straße. Mit 140 tausend Euro Preisgeld ging Cainelli aber nicht lehr aus.

Dann ging es auch schon Daniel Negreanu an den Kragen, der zu Beginn des Final Tables als absoluter Favorit gehandelt wurde. Mit einer Chipleadschaft von 5,07 Millionen Chips überragte sein Stack den aller anderen deutlich, aber mit dem Turnier schrumpfte dieser nach und nach. Aber auch er fand sein Ende bei einer Hand gegen Hruby. Mit dem vierten Platz erhielt Negreanu aber immerhin noch 175 tausend Euro Preisgeld.

Konstantinos Nanos war mit über 3,6 Millionen Chips der Vize-Chipleader gewesen, als der Final Table begann. Als es aber um die Platzverteilung auf dem Siegertreppchen ging, musste auch er seine letzte Hand gegen Hruby spielen. Wie so viele Spieler vor ihm wurde aber auch er von dem Tschechen aus dem Spiel genommen, womit das Heads-Up zwischen Hruby und Michael Eiler ausgetragen wurde.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Hruby am Final Table eine hervorragende Leistung abgeliefert. Mit 975 tausend Chips war er zunächst sehr weit abgeschlagen gewesen und saß nun - nachdem er einige Spieler vom Tisch genommen hatte - im Heads up. Doch bei der entscheidenden Hand verlor er sein Glück: das Pärchen zweien das er hielt wurde von Eiler mit einem Flush geschlagen. Für Hruby bedeutete das den zweiten Platz und 470 tausend Euro. Für Eiler gab es den Titel und 700 tausend Euro als schmückendes Beiswerk.

geschrieben am 02.11.2010 von Karl Lohmann


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