Deutscher gewinnt bei der EPT Barcelona

Endlich mal wieder ein deutscher Sieg bei einer der großen Turnierreihen der Pokerszene. Und das nicht bei irgendeinem Turnier, sondern bei der European Poker Tour, die in Barcelona ausgetragen wurde.

Ende dieser Woche kam dafür der Final Table zusammen und unter den letzten und vermeintlich besten acht Spielern war auch Martin Schleich. Mit 2,26 Millionen Chips bewegte er sich zwar noch im Mittelfeld des Chipcounts, aber war doch deutlich abgeschlagen gegenüber dem Chipleader Tomeu Gomila, der fast 7 Millionen Chips hielt.

Aber wie so oft, bedeutet die Chipleadschaft am Start des Final Tables nicht zu viel - auch wenn sie sehr deutlich ist. Der Spanier Gomila musste nach und nach sehen, wie ihm die Chips zwischen den Fingern zerronnen und landete schließlich auf dem fünften Platz. Vom Tisch nahm ihn niemand anderes als Martin Schleich, der eine seine Damen gegen Gomilas Ass-König-Kombination ausspielte.

Trotz einer hervorragenden Darbietung in Sachen Poker konnte Schleich aber nie lange seinen Chipcount über den der anderen halten. Auch als die letzten drei Spieler am Tisch saßen, hatte er den kleinsten Stack. Seine Konkurrenten, der PokerStars Pro Eugene Katchalov und Spanier Dragan Kostic hatten beide besser gehaushaltet.

Allerdings nahm Schleich bald Katchalov eigenhändig vom Tisch und katapultierte sich damit für das Heads Up in eine deutliche Chipleadschaft von 15,5 Millionen Chips. Katchalov bekam für den dritten Platz 315 tausend Euro Preisgeld.

Im Heads Up spielte der Deutsche also mit dem Spanier Kostic, den er von Anfang an klein hielt. Mit vorsichtigem Spiel ließ sich Schleich nicht auf ungünstige Situationen ein. Bei der entscheidenden Hand setzte Kostic auf eine Kombination aus Ass und Sieben. Schleich überlegte lange - er hielt Ass und Neun - callte aber schließlich.

Das Board brachte ihm eine weitere Neun und Kostic nichts - der Sieger war ermittelt. Kostic erhielt 532 tausend Euro und Schleich für seinen Sieg stattliche 850 tausend Euro.

geschrieben am 02.09.2011 von Stefan Endres


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