Chips-Diebstahl im Online-Poker

Ein sehr lückenhafter Bericht von einer Anklageschrift, die in England gegen den 29 jährigen Ashley Mitchell eingereicht wurde, sorgt derzeit für etwas aufsehen in der Pokerszene. Demnach soll von dem jungen Mann mittels eines Hacks die Datenbank eines Online-Portales für Poker geknackt worden sein und somit soll es ihm möglich geworden sein, Online-Poker-Chips im Wert von insgesamt 12 Millionen Dollar zu stehlen.

Diese hat er dann in dem Zeitraum von Juni bis September des vergangenen Jahres im Internet verkauft und hat damit einen Umsatz von 50 tausend Pfund erwirtschaftet. Das klingt zwar alles etwas skurril, aber sichere und vor allem genauere Informationen sind in diesem Fall Mangelware. Scheinbar ist der verantwortliche Berichterstatter nicht besonders Vertraut mit den Mechanismen des Online-Pokers. Daher besteht ein großer Teil noch aus Spekulationen.

Dass sich Mitchell vermutlich mittels eines Hacks den Zugang zu den digitalen Chips verschafft hat, darauf weist der Anklagepunkt "causing a computer to perform a function to secure unauthorised access to a programme or data held in a computer with intent to commit an offence" hin. Demnach habe er nämlich auf unzulässige Weise auf ein Programm oder Computer zugegriffen und dessen Funktionsweise beeinflusst. Andere Punkte aus der Anklageschrift ist Tatbestand, der als "concealing, disguising, converting, transferring or removing criminal property" formuliert wurde. Es handelt sich also bei den illegalen Aktivitäten von Mitchell um eine Art von Hehlerei.

Unbekannt ist aber nochimmer, wie überhaupt digitale Chips aus einer Datenbank entwendet und im Internet verkauft werden können. Schließlich handelt es sich dabei nicht um Gegenstände, die von Computer zu Computer getragen werden können. Auch ist bisher nicht verraten worden, bei welchem Anbieter diese Chips "gestohlen" wurden. Dafür weiß man aber, dass die Verhandlung zu dieser Angelegenheit auf den 17. Dezember angesetzt ist und spätestens dann neue Informationen freigegeben werden sollten.

geschrieben am 08.11.2010 von Kristina Pechstein


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