Black Friday Angeklagter bekennt sich schuldig

Aus den Vereinigten Staaten schwappte mal wieder eine Nachricht über den großen Teich, die sich um die Verhandlungen der Ereignisse dreht, die wir als Schwarzen Freitag des Pokers kennen.

Dabei handelt es sich um den US-Amerikaner Ira Rubin, der einer der 11 Angeklagten ist, die im Zuge der Razzien am 15. April des vergangenen Jahres verhaftet wurde. Ein dreiviertel Jahr nach seiner Verhaftung ist Rubin nun geständig.

Der 53-jährige hatte in den Jahren zwischen 2006 und Anfang 2011 für verschiedene Online Poker Anbeter im amerikanischen Raum gearbeitet. Dazu gehörten unter anderem auch große Namen wie PokerStars und Full Tilt. Allerdings hatte Rubin dabei auch die Finger in zahlreichen Geschäften, die sich um organisierten Bankbetrug drehten und im großen Stil Geldwäsche abwickelten.

Zu diesem Zweck steckte Rubin hinter dutzenden Websites, die als Fassade für die illegalen Transaktionen von Geldern verwendet wurden. So konnten innerhalb von Amerika Zahlungen an Pokerseiten abgewickelt werden, die man als unterschiedlichsten Ausgaben deklarieren konnte.

Nun muss sich Ira Rubin vor dem Gericht für diese organisierten Betrugs-Strategien verantworten. Dabei wird ihm sein Geständnis wohl erstaunlich wenig bringen und ihm könnte eine Haftstrafe von mehr als 30 Jahren drohen. Dazu trägt auch bei, dass Rubin damals bei der Festnahme bereits auf der Flucht war.

Die Handschellen klickten in Guatemala, wo er gerade auf dem Sprung nach Thailand war, wo er aller Wahrscheinlichkeit nach untergetaucht wäre. Ebenfalls problematisch ist, das Rubin nicht zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Bereits vor 2006 machte er sich in zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten Strafbar.

Darunter war auch eine Verurteilung zu einer Strafe von achte Millionen Dollar, weil er an einer Telemarketing-Agentur beteiligt war, die sehr zweifelhafte Geschäfte abwickelte. Damit ist zwar das Black Friday Kapitel der Pokergeschichte noch lange nicht abgeschlossen, aber das Geständnis von Ira Rubin ist auf jeden Fall einen Fortschritt.

Nun heißt es wieder abwarten, wie sich die Geschichte bei den anderen Angeklagten des Schwarzen Freitags entwickelt.

geschrieben am 23.01.2012 von Stefan Endres


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