Bewährungsstrafe für Casino Mitarbeiter

Auch wenn für die meisten Menschen das Casino ein Platz ist, an dem man nach dem Feierabend einigen Spaß hat, ausspannt oder auch spannende Spiele spielt, ist es doch für die Angestellten nicht anderes als ein Arbeitsplatz.

Die Mitarbeiter eines Casinos haben dabei auch mit den üblichen Problemen zu kämpfen, die man vom Arbeitsplatz kennt; beispielsweise kritische Chefs. So auch im Casino Garmisch-Partenkirchen, wo ein Angestellter offenbar im Juni letzten Jahres von seinem Vorgesetzten kritisiert wurde. Dieser war wohl nicht mit dem Dienstleistungen des Mannes zufrieden und so gab es ärger.

Statt aber wie auf jeder anderen Arbeitsstelle mit dieser Rüge umzugehen und einfach - möglicherweise auch sorgfältiger - weiterzuarbeiten, geriet der besagte Angestellte in Wut. Aus ärger über seinen Vorgesetzten vergriff er sich in den Tagen zwischen dem 10 und dem 22. Juni des vergangenen Jahres insgesamt neun Mal an den Chips des Casinos und stahl so insgesamt Jetons im Wert von 7600 Euro.

Das ist eine Menge Geld und man könnte annehmen, das sich dieser diebische Angestellte damit das Gehalt etwas aufbessern wollte, aber stattdessen machte er keine Anstalten sie in Echtgeld umzuwandeln. Er nahm sie nach eigener Aussage einfach mit nach Hause und vernichtete sie dort. Statt sich nämlich durch den Diebstahl zu bereichern, wollte er mit dieser Aktion lediglich seinem Arbeitgeber schaden.

Das klingt schon ziemlich dumm, aber noch dümmer ist wohl, das sich der Angestellte des Casinos beim Diebstahl auch noch von der Überwachungskamera filmen ließ. So kam das Ganze dann raus und der diebische Angestellte landete vor dem Gericht.

Das sah in der Tatsache, dass der Diebstahl nicht für die persönliche Bereicherung durchgeführt wurde milde stimmen und, denn "für die Tatsache des Diebstahls genügt es, sie entwendet zu haben, selbst wenn sie nicht in Geld umgesetzt wurden." Als Ergebnis gab es für den diebischen Angestellten eineinhalbjährigen Bewährungsstrafe. Seinen Job im Casino ist er dabei natürlich auch los.

geschrieben am 09.12.2011 von Kristina Pechstein


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