24 Millionen Euro-Klage gegen Absolute Poker

Absolute Poker gehört zu den skandalträchtigsten Seiten der Geschichte des Online Pokers und nach dem Black Friday of Poker sahen viele Beobachter der Szene bald nahezu keine Chance mehr, dass diese Name noch eine Chance auf überleben haben würde.

Nun kam kurz vor Jahreswechsel wieder ein waschechter Skandal ans Tageslicht und dieser sollte endgültig die letzten Nägel in den Sarg dieses Unternehmens schlagen. Es geht um eine Forderung auf Steuernachzahlungen seitens der Norwegischen Behörden. Diese belaufen sich auf nicht weniger als sage und schreibe 180 Millionen Kronen. Das bedeutet in unserer Währung stattliche 24 Millionen Euro.

Der Hintergrund für diese Forderungen seitens der norwegischen Behörden klingt ähnlich zwielichtig, wie sich Absolute Poker bereits in der Vergangenheit gab. So soll Absolute Poker in Norwegen über Jahr hinweg eine Holdinggesellschaft registriert haben, die auf den Namen "Madeira Fjord" lief. Der Hauptzweck dieses Unternehmens soll gewesen sein, dass Absolute Poker über "Madeira Fjord" große Mengen an Geldern waschen konnte und so das Volumen des Einkommens verschleiert wurde.

Auf diesen Weg konnte man einerseits Gelder aus illegalen Wettspielen aus den Vereinigten Staaten nach Norwegen fließen lassen, ohne deren Umfang ersichtlich machen zu müssen. Somit wurden andererseits die Volumen der bei "Madeira Fjord" gewaschenen Gelder nicht bekannt und auch nicht besteuert. Der Umfang soll sich auf insgesamt 430 Millionen Kronen belaufen haben, was etwa 58 Millionen Euro entspricht. Eine enorme Summe an unversteuerten Geldern, denen nun die Norwegischen Behörden auf die Schliche kamen.

"Dies ist der größte Einzelfall, den wir je hatten." erklärte Jan-Egil Kristensen in Bezug auf den Fall um "Madeira Fjord". Er ist der Leiter eine Sondereinheit, die sich mit der Untersuchung von Steuervergehen befasst und war wesentlich an der Aufdeckung dieses Skandals um Absolute Poker beteiligt. Sie erwischten das unternehmen kurz bevor die Beteiligten aus dem land flüchten wollten.

Bei dem Anwalt von Absolute Poker wurde bereits die Forderung über die 180 Millionen Kronen eingereicht. Wenn man aber den Zustand des Unternehmens betrachtet ist durchaus fraglich, ob man diese Summe je wird bezahlen können.

geschrieben am 05.01.2012 von Kristina Pechstein


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